Hautkrebs

Anti-Krebs-Creme wirkt verjüngend

Eine Creme zur Behandlung von Hautkrebs-Vorstufen mindert auch die Zeichen des Alters. Das ist das Ergebnis einer Studie. Experten warnen jedoch vor einem rein kosmetischen Gebrauch der Creme.

Der in der Creme enthaltene Wirkstoff Fluorouracil milderte Fältchen, Altersflecken, Schatten und Blässe. Doch auch ihrer ursprünglichen Aufgabe, nämlich die Entfernung von verdächtigen Wucherungen sonnengeschädigter Haut, kam die Creme nach. Das berichten die Autoren einer Studie im Fachjournal „Archives of Dermatology“

In Versuchen mit 21 Freiwilligen, die an aktinischer Keratose – eine Veränderung der oberen Hautschicht durch dauerhafte Lichtschädigung - und sonnengeschädigter Haut litten, wurde die Fluorouracil-Creme zwei Mal täglich über einen Zeitraum von zwei Wochen aufgetragen. Die Behandlung zeigte eine deutliche Besserung des Hautbildes. Hautstellen mit Hautkrebsvorstufen  und Sonnenschädigung konnten erfolgreich behandelt werden.

Durch das Auftragen der Creme wird die äußere Hautschicht abgetragen, ähnlich wie bei einem chemischen Peeling oder einer Laserbehandlung. Dadurch wird der Körper angeregt, neue und gesunde Hautzellen zu produzieren. Die Autoren der Studie fürchten nun den Missbrauch der Creme für rein kosmetische Zwecke. "Zweifellos wird es Patienten geben, die den Wunsch einer kosmetischen Behandlung mit Fluorouracil haben. Auch im Hinblick darauf, dass eine solche Behandlung deutlich günstiger ist als eine ablative Laserbehandlung", so Studienleiterin Dana Sachs von der Dermatologischen Fakultät der Universität Michigan in Anne Arbor.

Experten raten jedoch von einer Anwendung der Creme für kosmetische Zwecke ab. Nina Goad vom Verband der Britischer Dermatologen weist auf die unerwünschten Nebenwirkungen hin: "Diese chemotherapeutische Creme ist bekannt für ihre effektive Wirkung bei sonnebedingten Hautkrebs-Vorstufen. Aber sie kann auch unangenehme Nebenwirkungen wie starke Rötungen, Nässen und Abschuppen der Haut hervorrufen, was für die Patienten natürlich unangenehm ist." Laut Goad sei der beste Hautschutz das Meiden von zuviel Sonneneinstrahlung.

Autor: Springer Medizin / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 25. Juni 2009
Quellen: Nach Informationen des US-Fachjournals Archives of Dermatology und der BBC

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