Vom giftigen Griff in die Klamottenkiste

Worauf sich beim Kleider-Kauf zu achten lohnt

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Hinweis "Separat waschen": Besser die Finger davon lassen!
Getty Images/BananaStock RF

Wer bügelt schon gern? Angenehm auch, wenn die Wäsche auf der Leine binnen weniger Stunden trocknet und selbst nach einem anstrengenden Tag noch völlig knitterfrei ist. Doch Bequemlichkeit und Komfort erfordern fragwürdige Methoden in der Herstellung. So enthalten die Textilien mitunter beachtliche Mengen gesundheitsgefährdender Stoffe.

Kuschelig weich und mitunter gar äußerst strapazierfähig soll unsere Kleidung sein, die Farben waschecht – und kosten soll sie auch nicht viel. Denn was trägt man schon länger als eine Saison?

Die Hersteller kommen unserer Lust auf ständig neue Formen und Farbtönen sowie pflegeleichten Materialien gern entgegen. Möglich machen solche Textilien, die unserer Bequemlichkeit entgegenkommen, jedoch Produktionsverfahren, die einen enormen Einsatz an chemischen Stoffen erfordern, wie schwedische Gesundheitsbehörde Swerea IVF  in einer Untersuchung nachgewiesen hatte. Die mutmaßlich daraus resultierenden Folgen reichen von Hautrötungen und Allergien bis hin zu Krebskrankheiten.

Wie Sie der chemischen Keule entgehen

Nahezu alle Textilien werden mit chemischen Mitteln vor unerwünschten Veränderungen geschützt - vor Motten, dem Ausbleichen der Farbe. Deshalb gilt es, neue Kleidungsstücke grundsätzlich vor dem Tragen zu waschen.

Immer wieder werden auch Chemikalien in Textilien nachgewiesen, deren Einsatz hierzulande verboten ist, so der kritische Hinweis des Fachportals Naturheilpraxis.net. Will man der chemischen Keule auf der Haut entgehen, lohnt es, vor dem Kauf das Etikett kritisch in Augenschein zu nehmen. Steht dort der Hinweis „separat waschen“ oder „Farbe blutet aus“, können Sie damit rechnen, dass der verwendete Farbstoff leicht auf und oft auch unter die Haut geht.

Auch wenn Kleidungsstücke stark nach Chemie riechen, sollte man sie besser auf dem Wühltisch lassen. Denn Textilien mit starkem Chemiegeruch sind häufig mit Formaldehyd belastet.

Ohne chemische Färbemittel: Öko- und Biolabel geben Auskunft

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Wer chemischen Zusätzen entgehen möchte, sollte Kleidungsstücke mit Prüfsiegel und/oder Ökolabel bevorzugen. Dass Kleidung mit dem Siegel "Toxproof" eine Schadstoffbelastung im unteren Bereich der gesetzlichen Vorgaben garantiert, vermeldete der TÜV Rheinland. Bei Lederkleidung verbürgt das TÜV-Siegel "SG", dass die Waren auf Schadstoffe geprüft wurden. Schadstofffrei sind diese Kleider jedoch nicht; die Messwerte belegen lediglich, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Höchstwerte unterschritten wurden.

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Biosiegel der Europäischen Union

Hingegen sind Bio-Produkte, die ein Biosiegel tragen, zu 100 Prozent ohne nachweisbare Schadstoffe. Das Siegel bestätigt zudem, dass die Kleider umweltschonend hergestellt wurden, die Rohstoffe also durch biologisch verträglichen Anbau gewonnen und keine chemischen Mittel zum Färben verwendet wurden. Häufig bestehen solche Textilien aus Hanf, Baumwolle, Bambus- oder Kork fasern. Findet man neben dem Biolabel auch die Aufschrift "Fair" oder  "Fair-Trade", verweist dies auf ortsüblich vertretbare Löhne und Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter in den Herstellungsländern.

Autor: Lifeline Redaktion / ah
Letzte Aktualisierung: 15. November 2011
Quellen: Naturheilpraxis.net: Welche Kleidung ist gesund? 14.11.2011

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