Forscher warnen
E-Zigaretten keineswegs ungefährlich
Nach derzeitigem Stand der Forschung sind E-Zigaretten keine so ungefährliche Alternative zu herkömmlichen Tabakzigaretten wie ursprünglich angenommen. Zumal bisher die chemische Zusammensetzung der Partikel unbekannt ist, die beim Rauchen der elektronischen Zigaretten entstehen.
Zu früh frohlockt: Die für die Rauchentwöhnung bereits gefeierten E-Zigaretten sind keineswegs eine völlig unbedenkliche Alternative. Darauf weist Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg hin. Die US-Regulierungsbehörde für Nahrungs- und Arzneimittel (FDA) habe in einigen Flüssigkeiten von E-Zigaretten tabakspezifische Nitrosamine gefunden. Diese seien in geringen Mengen krebserregend.
Wegen der unklaren Datenlage könnten sich Verbraucher nicht darauf verlassen, dass E-Zigaretten gesundheitlich unbedenklich seien, erklärte Pötschke-Langer. Die E-Zigaretten sollten daher nicht frei verkäuflich sein, ist Ihre Empfehlung. Das DKFZ rät ebenso davon ab, das Rauchen der elektronischen Glimmstängel etwa in Restaurants oder in der Arbeit zu erlauben. Es bestehe zudem der Verdacht, dass der beim Rauchen entstehende Dampf die Luft in Innenräumen belaste. So könnten E-Zigaretten auch die Erfolge des Nichtraucherschutzes wieder zunichtemachen, wenn sie als harmloser Ersatz angesehen würden, sagte Pötschke-Langer.
Rauchverbot verdrängt auch Rauchwunsch in eigenen vier Wänden
Befürchtungen, Raucher würden wegen des öffentlichen Rauchverbots zu Hause umso mehr rauchen, haben sich einer DKFZ-Studie zufolge nicht bestätigt. Im Gegenteil: Immer mehr Raucher in Deutschland wollen auch in ihrer eigenen Wohnung keinen Qualm mehr haben. Der Studie zufolge hatten vor der Einführung der Nichtrauchergesetze im Jahr 2007 etwa 30 Prozent der Raucher ein vollständig rauchfreies Zuhause, zwei Jahre später waren es 41 Prozent. Insgesamt etwa 69 Prozent der Raucher in Haushalten mit kleinen Kindern unter 5 Jahren verbieten das Qualmen zu Hause vollständig. Für die Studie wurden in Deutschland 1500 Raucher befragt.
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