Forscher warnen

E-Zigaretten keineswegs ungefährlich

Vorsicht! Auch in E-Zigaretten wurden tabakspezifische Nitrosamine gefunden
In E-Zigaretten wurden kreberregende Nitrosamine gefunden.
Bild: Marcus Brandt/dpa

Nach derzeitigem Stand der Forschung sind E-Zigaretten keine so ungefährliche Alternative zu herkömmlichen Tabakzigaretten wie ursprünglich angenommen. Zumal bisher die chemische Zusammensetzung der Partikel unbekannt ist, die beim Rauchen der elektronischen Zigaretten entstehen.

Zu früh frohlockt: Die für die Rauchentwöhnung bereits gefeierten E-Zigaretten sind keineswegs eine völlig unbedenkliche Alternative. Darauf weist Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg hin. Die US-Regulierungsbehörde für Nahrungs- und Arzneimittel (FDA) habe in einigen Flüssigkeiten von E-Zigaretten tabakspezifische Nitrosamine gefunden. Diese seien in geringen Mengen krebserregend.

Wegen der unklaren Datenlage könnten sich Verbraucher nicht darauf verlassen, dass E-Zigaretten gesundheitlich unbedenklich seien, erklärte Pötschke-Langer. Die E-Zigaretten sollten daher nicht frei verkäuflich sein, ist Ihre Empfehlung. Das DKFZ rät ebenso davon ab, das Rauchen der elektronischen Glimmstängel etwa in Restaurants oder in der Arbeit zu erlauben. Es bestehe zudem der Verdacht, dass der beim Rauchen entstehende Dampf die Luft in Innenräumen belaste. So könnten E-Zigaretten auch die Erfolge des Nichtraucherschutzes wieder zunichtemachen, wenn sie als harmloser Ersatz angesehen würden, sagte Pötschke-Langer.

Rauchverbot verdrängt auch Rauchwunsch in eigenen vier Wänden

Befürchtungen, Raucher würden wegen des öffentlichen Rauchverbots zu Hause umso mehr rauchen, haben sich einer DKFZ-Studie zufolge nicht bestätigt. Im Gegenteil: Immer mehr Raucher in Deutschland wollen auch in ihrer eigenen Wohnung keinen Qualm mehr haben. Der Studie zufolge hatten vor der Einführung der Nichtrauchergesetze im Jahr 2007 etwa 30 Prozent der Raucher ein vollständig rauchfreies Zuhause, zwei Jahre später waren es 41 Prozent. Insgesamt etwa 69 Prozent der Raucher in Haushalten mit kleinen Kindern unter 5 Jahren verbieten das Qualmen zu Hause vollständig. Für die Studie wurden in Deutschland 1500 Raucher befragt.

Autor: dpa
Letzte Aktualisierung: 01. Dezember 2011
Durch: sl

Neueste Fragen aus der Community
  • Forum Gelenkbeschwerden/Rheuma
    Handgelenkversteifung???
    heute, 12:23 Uhr von Evi_75

    Hallo, ich bin Ende 30, seit vielen Jahren an rheumatoider Arthritis erkrankt und muss mir...  mehr...

  • Hausarzt
    Nie Schnupfen
    heute, 11:56 Uhr von Ducati996

    Hallo,   ich habe eine etwas merkwürdige Frage. Mir ist aufgefallen, das ich nie einen...  mehr...

Aktuelle Top-Themen
George Clooney lässt sich in Deutschland behandeln
Verletzung bei Dreharbeiten liegt Jahre zurück

Hollywoodstar sucht Rat bei deutschem Neurochirurgen mehr...

Dengue-Fieber-Ausbruch hält Japan in Atem
Gefährliche Viruserkrankung

70 Jahre lang war Japan Dengue-frei – nun kam es zu einer Reihe von Infektionen mehr...

Urlauber stirbt durch Ostsee-Bakterien
Gefährliche Keime im deutschen Meer

Blutvergiftung durch tödliche Bakterien in der Ostsee - ein Toter, sechs Urlauber sind erkrankt mehr...

Wie Bakterien uns beeinflussen
Winzlinge bestimmen über Gewicht und Denken

10.000 verschiedene Mirkoben leben im oder am Menschen - und damit auch in seinen Wohnungen mehr...

Fragen Sie unser Gesundheitsteam

Kostenlos. 24 Stunden täglich. Unsere Gesundheitsexperten beantworten Ihre Fragen.

mehr lesen...
Ratgeber
  • NagelpilzNagelpilz

    Nagelpilz ist häufig ein verschleppter Hautpilz. Erfahren Sie mehr über Erkrankung und Behandlung mehr...

  • HaarausfallHaarausfall

    So stoppen Sie hormonell erblich bedingten Haarausfall und stärken Ihr Haar von innen mehr...

Zum Seitenanfang