Blinddarmentzündung

Bei Kindern gilt: Wenn‘s weh tut keine Zeit verlieren

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Bei Kindern ist das Risiko eines Blinddarmdurchbruchs größer als bei Erwachsenen.
(c) Tom Le Goff

Bei Verdacht auf Blinddarmentzündung mit Kindern schnell in die Notaufnahme: Zeit ist kostbar und kurze Wartezeiten verbessern die Operationsergebnisse und den Krankheitsverlauf.

Das Risiko, dass es bei Blinddarmentzündung zum Durchbruch des Wurmfortsatzes kommt, ist bei Kindern höher als bei Erwachsenen. Und die Gefahr wächst mit der Zeit, die zwischen den ersten Symptomen und der Operation verstreicht.

In einer US-amerikanischen Studie lag das Risiko für einen Durchbruch des Blinddarms bereits dann bei immerhin zehn Prozent, wenn die Beschwerden weniger als 18 Stunden bestanden. Vergingen weitere 18 Stunden lag die Durchbruchrate bei über 40 Prozent. Insgesamt war das Risiko, einen Durchbruch zu erleiden, umso höher, je mehr Zeit zwischen Einsetzen der Beschwerden und Operation verging.

Bei Kindern mit Blinddarmdurchbruch waren im Durchschnitt 24 Stunden bis zur Vorstellung im Krankenhaus und weitere fünf Stunden bis zur Operation vergangen. Bei denjenigen, bei denen es nicht zum Durchbruch gekommen war, lagen dagegen nur 15,5 Stunden zwischen Beschwerdebeginn und der Ankunft im Krankenhaus. Von Kindern, die weniger als zwölf Stunden mit ihren Beschwerden auf eine Behandlung warteten, erlitt keines einen Durchbruch.

Mehr Informationen zu den klassischen Symptomen einer Blinddarmentzündung finden Sie bei Lifeline.

Autor: Anna Stretz
Letzte Aktualisierung: 05. März 2012
Quellen: MMW-Fortschritt Medizin Nr. 45/2011 (153. Jg), S. 1; American Journal of Emergency Medicine 2011; 29: 890-893

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