Aqua-Fitness kann die Geburt erleichtern
Frauen, die im Verlauf ihrer Schwangerschaft Wassergymnastik betreiben, können dadurch die Schmerzen bei der späteren Geburt verringern.
Viele Schwangere wissen, dass Sport eine perfekte Vorbereitung für die nahende Geburt ist. Zahlreiche Sportarten sind mit dickem Babybauch jedoch überhaupt nicht oder nur eingeschränkt durchführbar. Doch kein Grund, die Fitness-Pläne ganz an den Nagel zu hängen: Laut einer brasilianischen Studie könnten sich gerade moderate Fitnessübungen im Wasser positiv auf die spätere Entbindung auswirken.
Die kleine Studie um Ärztin Erica Baciuk von der Universität of Campinas zeigte, dass Frauen, die sich während der Schwangerschaft mit Wassergymnastik fit halten, weniger Schmerzmittel brauchen. Im Fachmagazin ?Reproductive Health? vermuten die Studienautoren, dass die bessere psychische und physische Verfassung der Schwangeren für die leichtere Entbindung verantwortlich ist.
71 schwangere Frauen im Altersdurchschnitt von 25 Jahren legten sich für die Wissenschaft ins Zeug. Zu Studienbeginn wurden die Teilnehmerinnen in zwei Gruppen eingeteilt, von denen die eine dreimal in der Woche für 50 Minuten moderate Gymnastikübungen im Wasser durchführte. Trainiert wurde ab der 18. Schwangerschaftswoche bis zur Entbindung. Die zweite Gruppe diente der Kontrolle und absolvierten folglich keine Übungen. Alle Studienteilnehmerinnen unterzogen sich zur Bestimmung ihrer physischen Fitness während jedes Schwangerschaftsdrittels ergometrischen Tests. Außerdem wurden alle Ereignisse bei der Geburt sowie der Gesundheitszustand des Neugeborenen aufgezeichnet und verglichen.
Die Auswertung ergab keine signifikanten Unterschiede bei der körperlichen Fitness der Schwangeren. Auch die Art der Geburt und das Geburtsgewicht des Neugeborenen verhielten sich bei beiden Gruppen ähnlich. Allein die benötigte Menge an Schmerzmittel bei der Entbindung unterschied sich deutlich. Während 64 Prozent der Frauen aus der Kontrollgruppe ein Schmerzmittel benötigten, waren es in der Wassergymnastik-Gruppe nur 27 Prozent.
Sportliche Aktivitäten im Wasser sind gerade für Schwangere günstig. Aufgrund des Auftriebs werden Gelenke, Bandscheiben und die Muskeln weniger belastet als bei Bewegung an Land. Außerdem sorgt der Wasserdruck für eine gute Durchblutung von Haut und Geweben und beugt Wassereinlagerungen vor. Schwangere sollten jedoch darauf achten, dass der Puls bei der sportlichen Aktivität nicht schneller als 130 Schläge pro Minute geht.
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