Psychische Erkrankungen

Mürrisch sein fördert klares Denken

Mal wieder einen schlechten Tag erwischt und nur noch am Grummeln? Keine Sorge, denn eine Studie zeigt, dass die schlechte Laune durchaus Vorteile mit sich bringt.

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Schlechte Laune kann auch Gutes bringen.
(c) Stockbyte

Die frohe Botschaft für alle Griesgrame hat ein australischer Psychologieexperte zu verantworten. In der australischen Ausgabe des Fachmagazins „Science“ berichtet er, dass schlechte Laune dabei hilft, klar zu denken. Seine Experimente zeigen, dass unglückliche Menschen im Gegensatz zum Typ der stets Fröhlichen besser Entscheidungen treffen können und weniger leichtgläubig sind. Während Frohsinn Kreativität fördert, begünstigt schlechte Laune Aufmerksamkeit und sorgsames Denken. Der Forscher von der Universität von New South Wales fügt an, dass eine brummige Person besser schwierige Situationen bewältigen kann als eine glückliche. Der Grund dafür: Bei Griesgramen scheint das Gehirn mit besseren Strategien der Informationsverarbeitung punkten zu können.

Für seine Untersuchung ließ Joe Forgas Freiwillige unterschiedliche Filme ansehen und an positive und negative Episoden ihres Lebens denken, um sie in gute oder schlechte Laune zu versetzen. Im Anschluss versuchten sich die Freiwilligen an einer Serie unterschiedlicher Aufgaben, darunter das Beurteilen des Wahrheitsgehalts von gängigen Mythen des Alltags und das Erstellen von Augenzeugenberichten von Ereignissen. Jene Personen, die in einer schlechten Stimmung waren, machten dabei weniger Fehler als ihre gut gelaunten Mitstreiter.

Die Studie hat auch ergeben, dass traurige Menschen besser in der Lage sind, ihre Meinung schriftlich darzulegen. Das zeigt laut Forgas, dass eine mäßig schlechte Laune einen konkreteren und letztendlich erfolgreicheren Kommunikationsstil begünstigt. In früheren Untersuchungen gelang es dem Forscher bereits, zu belegen, dass feuchte, trübe Tage das Gedächtnis schärfen, während sonniges Wetter die Vergesslichkeit fördert.

Autor: Sibylle Fünfstück
Letzte Aktualisierung: 11. Januar 2012
Quellen: Nach Informationen von „Science“ und BBC News

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