Richtiger Hormoncocktail

Wie Mann dem Eisprung auf die Sprünge hilft

Der optimale Hormoncocktail in der menschlichen Samenflüssigkeit verbessert die Wahrscheinlichkeit auf eine Befruchtung, so eine amerikanische Psychologin.

Der optimale Hormoncocktail in der menschlichen Samenflüssigkeit vermag nach der These einer amerikanischen Psychologin die Wahrscheinlichkeit auf eine Befruchtung zu verbessern. Damit wird dem Fehlen eindeutiger Anzeichen der fruchtbaren Tage bei der Frau Rechnung getragen.

Schimpansenweibchen zeigen ihre fruchtbare Periode durch ein deutlich geschwollenes und gerötetes Hinterteil an. Katzenweibchen ändern ihr Verhalten während ihrer Empfängnisbereitschaft eindeutig, indem sie auf dem Boden herumrollen und nach einem Kater „rufen. Frauen wurden im Gegensatz dazu von Natur aus nicht mit charakteristischen körperlichen Anzeichen ausgestattet. Lediglich Verhalten, Körpergeruch und Gesichtsform ändern sich sehr geringfügig mit dem Zyklus. Dies stellt Männer vor gewisse Probleme: Da eindeutige Signale fehlen, können Männer nicht sicher sein, ob ein sexueller Kontakt während der fruchtbaren Tage stattfindet und daher eine reelle Chance auf Nachwuchs besteht.

Um dieses Manko zu kompensieren, hat die Evolution bei den Männern nachgeholfen: durch die Zugabe einer ungewöhnlich großen Menge an Hormonen zur männlichen Samenflüssigkeit. Sie enthält unter anderem Hormone, die die Reifung der Eizelle beschleunigen, sowie eine Substanz, die zur Aufrechterhaltung einer Schwangerschaft beiträgt. Die so ausgestattete Samenflüssigkeit kann in dem Moment, in dem sie in den Körper der Frau gelangt, den Eisprung beschleunigen und damit auch die Chancen auf Nachwuchs vergrößern.

Diese These wurde von der Psychologin Rebecca Burch von der New York State University aufgestellt und dadurch gestützt, dass Schimpansen, die sich nach wie vor auf deutliche Signale ihrer Weibchen verlassen können, ihr Sperma mit sehr viel weniger Hormonen ausstatten als Menschen. Genutzt werden könnte der menschliche Hormoncocktail beispielsweise bei künstlichen Befruchtungen, empfiehlt die Wissenschaftlerin: Würde statt der isolierten Samenzellen die gesamte Samenflüssigkeit verwendet, könnte der Erfolg der In-vitro-Fertilisationen ihrer Ansicht nach deutlich gesteigert werden.

Autor: Maike Reiner
Veröffentlicht am: 07. April 2008
Letzte Aktualisierung: 23. November 2011
Quellen: Nach Informationen von www.wissenschaft.de

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