Damenwahl

Frauen haben eine Schwäche für starke Persönlichkeiten

Männer haben scheinbar eine stärkere Persönlichkeit als Frauen. Charakterstärke macht sie zu idealen Partnern und erhöht damit ihre Chancen beim anderen Geschlecht.

Charakterstärke ist vor allem in der Männerwelt zuhause. Diese Erkenntnis stammt nicht etwa aus einem Aufklärungsbuch des 19. Jahrhunderts, sondern aus einem Fachartikel des Magazins „Biological Reviews“. Forscher von der englischen Universität Exeter berichten, dass Männer einen biologischen Vorteil aus Charakterstärke ziehen. Während Frauen selbst anpassungsfähig sind, wählen sie als Partner und Vater ihrer Kinder in erster Linie Männer mit starkem Durchsetzungsvermögen und geradlinigem, konsequenten Verhalten.

Zu diesem Ergebnis kamen die Forscher nach Auswertung zahlreicher Studien, die typisch männliche bzw. weibliche Persönlichkeitsausprägungen beleuchtet hatten. Quintessenz der Studien war, dass die Männchen der meisten untersuchten Arten gerade in Sachen Nachwuchspflege, Risikobereitschaft und Aggressivität konsequentes Verhalten an den Tag legten, während sich die Weibchen eher flexibel an die aktuellen Gegebenheiten anpassten. Männchen, die ähnlich unstet in ihrem Verhalten waren, hatten beim anderen Geschlecht nur geringe Chancen. Die Weibchen der meisten Arten bevorzugten Partner mit zielgerichtetem, konsequentem Auftreten, etwa hinsichtlich der Verteidigung der Familie gegen Fressfeinde.

Das Forscherteam um Wiebke Schütt führt an, dass sie auf erstaunliche Übereinstimmungen zwischen den Arten gestoßen sind. Sie sind überzeugt, dass sich die Ergebnisse auch auf den Menschen übertragen lassen. Damit sei es erstmals geglückt, einen Zusammenhang von Persönlichkeitsmerkmalen und der Wahl des Partners auszumachen. Die Forscher fügen an, dass sich attraktive Äußerlichkeiten vermutlich parallel zur eindrucksvollen Persönlichkeit entwickelt haben, denn Männchen mit entsprechenden Qualitäten hatten die besten Chancen bei der Partnerwahl.

Autor: Sibylle Fünfstück
Letzte Aktualisierung: 19. November 2009
Quellen: Nach Inforamtionen der Fachzeitschrift "Biological Reviews"

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