Neuer Forschungsansatz verbessert Erfolgsaussicht von IVF
Bessere Erfolgsaussichten mittels In-vitro-Fertilisation
Forscher haben einen potentiellen Weg gefunden, Frauen mit einem angeborenen Defekt der Eizellen mittels In-vitro-Fertilisation zu Nachwuchs zu verhelfen.
Forscher übertrugen das genetisches Material einer fehlerhaften Eizelle eines Affenweibchens auf eine gesunde Eizelle und durften sich Monate später über gesunden Nachwuchs freuen. Das Ergebnis der Bemühungen macht neue Hoffnung auf eine erfolgreiche Kinderwunschbehandlung bei Frauen mit einem angeborenen Defekt der Eizellen. Der angeborene Defekt betrifft die Mitochondrien, die sogenannten Energiekraftwerke der Zellen. Wird eine Eizelle mit fehlerhaften Mitochondrien befruchtet, kann das daraus entstehende Kind an jeder denkbaren Krankheit wie etwa neurologische Störungen oder Bluthochdruck leiden. Amerikanische Forscher hatten bisher vergeblich versucht, den genetischen Defekt zu korrigieren, indem sie gesunde Mitochondrien einer Spenderin in die defekte Eizelle der Patientin übertrugen. Die überführten Mitochondrien überstanden dieses Procedere bisher nicht, was dazu führte, dass das Verfahren in den USA vorerst verboten wurde, bis Forschern die erfolgreiche Demonstration in Tierversuchen gelänge.Genau diese Demonstration glückte nun einem Forschteam von der Oreagon Health and Science University. Sie übertrugen DNA, die für die Entwicklung eines Kindes nötig ist, aus einer Eizelle und ließen dabei die defekten Gene der Mitochondrien aus. Das Erbmaterial wurde anschließend in eine Eizelle mit gesunden Mitochondrien übertragen, die im Vorfeld von DNA gerenigt wurde. Das Ergebnis kam wenige Monate später gesund zur Welt.Studienleiter Dr. Shoukhrat Mitalipov glaubt, dass die neue Übertragungsmethode reif für Versuche am Menschen ist. Er sagt: „Schätzungsweise alle 30 Minuten erblickt ein Kind mit verheerenden genetischen Erkrankungen das Licht der Welt, und ich glaube, dass wir genau das verhindern können.“ Bis es jedoch soweit ist und das Verfahren eine Zulassung erhält, wird noch die eine und andere ethische Debatte geführt werden müssen. Der Grund: Die Notwendigkeit einer gesunden Spendereizelle bringt es mit sich, dass der Nachwuchs einen geringen Anteil von Genen eines dritten Elternteils besitzt.
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