Gesundheitsgefahr Ehe

Wenn Eheprobleme krank machen

Wenn-Eheprobleme-krank-machen-83253092.jpg
Eheprobleme können krank machen
Getty Images/Pixland

Frauen in angespannten Ehesituationen sind einem höheren Risiko für Herzerkrankungen, Schlaganfall und Diabetes ausgesetzt als ihre Ehemänner. Das ist das Ergebnis einer US-Studie.

Insgesamt 276 Paare, die im Durchschnitt 20 Jahre verheiratet waren, nahmen an der Studie teil. Mit Hilfe von Fragebögen wurden die Eheleute nach den guten und weniger guten Aspekten der Ehe befragt. Ebenso untersuchten die Forscher der Universität Utah die Testpersonen auf Depressionen und auf Anzeichen eines metabolischen Syndroms. Ein metabolisches Syndrom wird von mehreren Symptomen gebildet, die auf eine ernsthafte Erkrankung wie Herzprobleme hinweisen. Darunter fallen beispielsweise Bluthochdruck oder ein hoher Blutzuckerwert.

Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass es besonders die Frauen sind, die unter einer unerfüllten Ehe leiden. Sie neigten häufiger zu Depressionen und waren öfter von einem metabolischen Syndrom betroffen. Im Gegensatz dazu waren die Ehemänner, die ihre Ehe zwar als unglücklich bezeichneten und auch Anzeichen einer Depression zeigten, nicht von gravierenden Gesundheitsrisiken gezeichnet. Das Team um Studienleiterin Nancy Henry von der Universität Utah zeigte sich überrascht, dass sich die negativen Aspekte einer Ehe wie Streit und Wut bei beiden Geschlechtern unterschiedlich niederschlugen. "Die Erkenntnis eines Geschlechterunterschieds bei der Bewältigung von Stresssituationen in der Ehe ist eine wichtiges Ergebnis, da Herzerkrankungen die Todesursache Nummer 1 bei Frauen und Männern sind. Insofern liefert die Studie wichtige Einsichten, wie sich Beziehung und emotionaler Stress auf die Herzgesundheit auswirken", so Henry.

"Es wäre verfrüht zu behaupten, dass sich für Frauen das Risiko für eine Herzerkrankungen durch eine Verbesserung der Ehequalität verringern würde – oder aber, wenn sie die Ehemänner in die Wüste schickten", kommentiert Co-Autor Professor Tim Smith die Ergebnisse.Neben bekannten Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Cholesterin spielen auch die geistige Gesundheit und das Familienleben eine große Rolle bei der Reduzierung von Herz-Kreislauferkrankungen, so die Schlussfolgerung der Forscher.

Autor: Springer Medizin
Letzte Aktualisierung: 31. Juli 2009
Quellen: Nach Informationen der Fachzeitschrift American Psychosomatics

Neueste Fragen aus der Community
  • Kinder- und Jugendmedizin
    Amoxicillin
    gestern, 21:20 Uhr von Blueeye82

    Guten Abend! Meine Tochter nimmt Amixicillin. Nun habe ich dazu ein paar Fragen: - Darf...  mehr...

  • Babyernährung
    Vollmilchbrei
    22.10.2014 | 22:46 Uhr von ramsky

    Hallo Frau Cremer,  ich habe eine Frage zum Vollmilchbrei. Mein Sohn ist 7 Monate und...  mehr...

Aktuelle Top-Themen
Gift in Kindersachen: Schuhe besonders stark belastet
Discounterware im Auftrag von Greenpeace überprüft

Im Auftrag von Greenpeace fahndeten Forscher nach Chemikalien in Kinderkleidung vom Discounter mehr...

Zeitumstellung bringt die innere Uhr aus dem Takt
Am 26.10.2014 die Uhren eine Stunde zurückdrehen

Mit diesen Tipps bekommen Sie die Zeitumstellung schnell in den Griff mehr...

Fellatio und Cunnilingus – das Höchste für Mann und Frau
Spielarten des Oralsex

Der Blowjob rangiert laut Umfragen an erster Stelle der sexuellen Fantasien. Auch bei den Frauen punktet, wer Oralsex beherrscht mehr...

Nörgeln liegt auch in den Genen
Angeborener Hang zu Schwarzmalen oder Zufriedenheit

Zufriedenheit und Glück werden uns in die Wiege gelegt – zumindest zum Teil mehr...

Fragen Sie unser Gesundheitsteam

Kostenlos. 24 Stunden täglich. Unsere Gesundheitsexperten beantworten Ihre Fragen.

mehr lesen...
Ratgeber
  • AllergieAllergie

    Bei Kindern treten Allergien gehäuft auf, jeder vierte Erwachsene quält sich damit mehr...

  • HaarausfallHaarausfall

    So stoppen Sie hormonell erblich bedingten Haarausfall und stärken Ihr Haar von innen mehr...

Zum Seitenanfang