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Dopamin beeinflusst unsere Entscheidungen

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Getty Images/iStockphoto

Der Neurotransmitter Dopamin, der wichtig für unser Gefühlsleben ist, könnte einen noch viel stärkeren Einfluss auf unser Leben haben als bisher bekannt.

Experimente zeigten, dass veränderte Konzentrationen des Hormons Dopamin im Gehirn die Entscheidungsprozesse beeinflussen. Offenbar heizt Dopamin die Erwartungshaltung an, die wiederum einen Effekt darauf hat, wie man sich in einer Situation entscheidet. Die jüngste Studie lehnt an frühere Untersuchungen des University College London an, bei denen ein Signal im Gehirn entdeckt wurde, das anzeigt, wie sehr man eine Erfahrung genossen hat. Die Forscher vermuten, dass es sich bei dem Signal um den Neurotransmitter Dopamin handelt. Um ihren Verdacht zu bestätigen, untersuchten sie, wie Menschen komplexe Entscheidungen treffen, wenn ihr Dopamin-System beeinflusst wird.

Die 61 Studienteilnehmer erhielten eine Liste mit 80 Urlaubszielen und mussten diese auf einer Skala von 1 bis 6 bewerten. Nachdem sie eine Zuckertablette geschluckt hatten, sollten sie sich gedanklich an die Hälfte der Urlaubsorte versetzen. Die Forscher verabreichten den Probanden anschließend ein Medikament, das die Dopamin-Konzentration im Gehirn erhöht. Nun sollten sich die Probanden einen Urlaub an den übrigen 40 Reisezielen vorstellen. Am kommenden Tag wurden sie befragt, wohin sie gern verreisen würden.

Die erhöhte Dopamin-Konzentration hatte die Erwartungen der Probanden in die Höhe getrieben und beeinflusste auf diese Weise ihre Entscheidung am nächsten Tag. Studienleiterin Tali Sharot vom Wellcome Trust Centre for Neuroimaging erklärt, dass Menschen für komplexe Entscheidungen gemacht sind, diese jedoch vom Dopamin-Level abhängen. "Wir haben vermutet, dass Dopamin die Erwartung freudiger Ereignisse anregt, aber wir waren überrascht, wie stark dieser Effekt ist. Er wurde bei 80 Prozent der Testpersonen festgestellt und hielt mindestens 24 Stunden an."

Autor: Sibylle Fünfstück
Letzte Aktualisierung: 15. Januar 2010
Quellen: Nach Informationen von "Current Biology" und BBC News

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