Mittelmeerküche

Mediterrane Kost beugt Stimmungstiefs vor

Menschen, die auf eine ausgewogene mediterrane Küche mit hochwertigen Ölen schwören, sind laut einer Studie weniger anfällig für Depressionen und Stimmungstiefs.

Eine Ernährung, die reich an Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, Fisch, Hülsenfrüchte und gesunden Ölen ist und rotes Fleisch eher ausspart, kann neuen Erkenntnissen zufolge nicht nur Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen, sondern außerdem Depressionen vorbeugen. Forscher um Almudena Sánchez-Villegas von der Universität von Las Palmas de Gran Canaria gehen sogar davon aus, dass das Risiko einer Depression um ganze 30 Prozent sinkt, wenn man sich an mediterrane Ernährungsgewohnheiten hält.

Ganze 10.094 gesunde Spanier ließen sich für die Wissenschaft auf die Teller schauen. Auf Fragebögen gewährten sie Einblicke in ihre Ernährungsgewohnheiten, die anschließend für ein Ranking herhielten. Dieses Ranking erfasste, inwiefern sich die Probanden an die mediterrane Ernährung hielten. Kriterien waren dabei etwa ein hoher Konsum an ungesättigten Fettsäuren, wenig rotes Fleisch und viel Fisch.

Etwa vier Jahre nach der Befragung kontrollierten die Forscher, wie es um die mentale Gesundheit der Probanden bestellt war. Sie verzeichneten 480 neue Fälle von Depressionen, wobei wie erwartet die Frauen besonders häufig betroffen waren. Jene Männer und Frauen, die sich mediterran ernährt hatten, zeigten ein 30 Prozent geringeres Depressions-Risiko als diejenigen, die auf eine andere Kost zurückgegriffen hatten. Dieses Ergebnis zeigte sich unabhängig von anderen Faktoren eines gesunden Lebensstils, wie etwa den Bewegungsgewohnheiten oder dem Familienstand.

Worauf sich dieser positive Effekt der mediterranen Diät genau zurückführen lässt, konnten die Forscher noch nicht genau klären. Professor Miguel Martinez-Gonzales erläutert, dass der Ernährungsstil Entzündungen der Blutgefäße hemmen, das Risiko für kardiovaskuläre Krankheiten verringern und aufgrund der reichlich vorhandenen Antioxidantien Zellschäden verhindern kann. Diese Faktoren könnten auch bei der Entstehung einer Depression eine Rolle spielen. Weitere Untersuchungen sollen den Sachverhalt abklären.

Autor: Sibylle Fünfstück
Letzte Aktualisierung: 09. Oktober 2009
Quellen: Nach Informationen des Journals „Archieves of General Psychiatry“

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