Gruppendynamik
In der Gruppe zu sportlichen Höchstleistungen
Wer sich zusammen mit anderen sportlich ins Zeug lehnt, kann einer britischen Studie zufolge mehr Schmerz wegstecken und verbessert seine Leistung.
Forscher der Oxford Universität haben gleich mehrere gute Gründe für Sport im Team aufgespürt. In einer Studie mit Athleten konnten sie zeigen, dass Gruppentraining nicht nur glücklicher und leistungsstärker macht, sondern außerdem die persönliche Schmerzgrenze beim Sport erhöht. Dieses Phänomen führen die Forscher auf eine vermehrte Ausschüttung von Glückshormonen zurück. Die Wissenschaftler berichten in der Fachzeitschrift „Biology Letters“ von ihren Studienergebnissen.
12 männliche Ruderer im Alter von durchschnittlich 24 Jahren legten sich im Auftrag der Wissenschaft tüchtig in die Riemen. Sie nahmen an vier unterschiedlichen Tests teil, bei denen sie ein 45-minütiges Workout in einem virtuellen Boot absolvieren und im Anschluss einen Schmerztest über sich ergehen lassen mussten. Die Ruderer brachten das Workout je nach Testdurchlauf allein oder mit Unterstützung der übrigen Rudergruppe hinter sich.
Um die Schmerzgrenze auszutesten, bekamen die Ruderer eine Blutdruckmanschette, die kontinuierlich aufgepumpt wurde, um einen Arm gelegt. Jene Ruderer, die allein trainiert hatten, fühlten sich schneller unwohl und konnten weniger Schmerzen wegstecken als ihre Teamkollegen, die in der Gruppe gerudert waren. Die Forscher vermuten, dass ein höherer Endorphinausstoß des Gehirns für diesen Effekt verantwortlich ist. Studienautorin Psychologin Emma Cohen erläutert, dass Endorphine nicht nur euphorische Gefühle während und nach dem Training in der Gruppe bescheren, sondern außerdem leistungssteigernd wirken.
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