Tägliche Tipps fürs Immunsystem (22)
Gegarter Kohl liefert Vitamin C im Winter
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- Da die meisten Kohlgemüse in unseren Breiten angebaut werden, ist ihr Verzehr nicht nur gesund, sondern auch gut fürs Klima.
Kohl ist ein typisches, regionales und gesundes Herbstgemüse: Mit gegartem Kohl kann jeder auch in der kalten Jahreszeit den Bedarf seines Körpers an Vitamin C decken.
Denn Kohlgemüse enthält gekocht mehr Vitamin C als in rohem Zustand. Vor allem Grünkohl, Brokkoli und Weißkohl sind reich an Vitamin C und helfen, die Abwehrkräfte zu stärken. Mindestens eine Portion am Tag davon sollte es im Winter sein. Es enthält zudem Eisen, Kalzium, Kalium und das Vitamin B6 sowie wichtige Pflanzenstoffe.
In der Regel ist Vitamin C sehr empfindlich gegen Hitze - sein Gehalt in Obst und Gemüse verringert sich beim Kochen beträchtlich. Anders bei Kohl: Er enthält Ascorbigen, eine Vorstufe der Ascorbinsäure. Beim Kochen wird das Ascorbigen gespalten und damit das Vitamin C freigesetzt. Kohl besteht etwa zu 90 Prozent aus Wasser, hat nur einen geringen Energiegehalt und enthält neben Vitaminen sowie Mineralstoffen reichlich Ballaststoffe. Damit ist das Gemüse hervorragend zur gesunden Ernährung geeignet.
Vitamin-C-Spitzenreiter: Grünkohl
Es gibt verschiedene Kohlarten, wobei Rosenkohl und Grünkohl typische Wintergemüse sind. Sie sind frostresistent und benötigen die eisigen Temperaturen für die Ausbildung ihres besonderen Aromas. Typisch für unsere heimischen Gefilde sind ebenso Rotkohl, Wirsing, Weißkohl, Chinakohl und Kohlrabi. Da Sie sich damit nicht nur saisonal, sondern auch regional ernähren können, leisten Sie bei Ihrem Kohlverzehr auch einen Beitrag zum Klimaschutz, weil er keine weiten Anfahrtswege hat oder gar per Flieger zum Gemüsehändler vor Ort transportiert werden muss.
Der Spitzenreiter in Sachen Vitamin C ist übrigens der Grünkohl, ihm folgt der Rosenkohl und dann der Brokkoli. Grünkohl gibt es ab November. Kohlgemüse sollte wie alle Gemüsesorten möglichst frisch zubereitet und nicht zu lang erhitzt werden, um so die Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe zu schonen. Im Kühlschrank gelagert halten sich Rotkohl, Weißkohl, Chinakohl und Wirsing bis zu zwei Wochen, Grünkohl fünf bis zehn Tage und Rosenkohl drei bis vier Tage.
Übrigens: Regional erzeugtes Bio-Gemüse enthält weniger Rückstände von Pflanzenschutzmitteln.
ABC: A wie Ascorbinsäure
Vitamin C aktiviert und reguliert den Stoffwechsel und übernimmt unzählige Schutzfunktionen im Körper. Die wichtigste Aufgabe ist die Stärkung des Immunsystems.
Die zehn gängigsten Ernährungsirrtümer
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Mythen rund ums Essen
Kartoffeln sollen dick machen und Nudeln glücklich: Rund um Ernährung und Abnehmen kursieren unzählige Halbwahrheiten.
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Gerücht 1: Realistische Ziele setzen
Dieser Mythos hält sich hartnäckig: Wer sich zu ehrgeizige Ziele setzt, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Stimmt so aber nicht: In Studien nahmen Probanden mit toughen Zielen bisweilen mehr ab als die vorsichtigeren Realisten.
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Gerücht 2: Motivation ist alles
Nur wer die Sache hochmotiviert angeht, nimmt ab? Ein Mythos: In einer Studie hing der Motivationsgrad Fettsüchtiger nicht mit ihrem Durchhaltevermögen und dem Gewichtsverlust zusammen.
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Gerücht 3: Der Jojo-Effekt schadet der Gesundheit
Diätveteranen sind oft anfällig für den gefürchteten Jojo-Effekt - und tun ihrer Gesundheit damit nichts Gutes, behauptet ein Mythos. Stimmt nicht, sagen Wissenschaftler: Sie fanden kein erhöhtes Sterberisiko der Jojo-Kandidaten.
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Gerücht 4: Frühstücken hält schlank
Leider nein. Was dagegen stimmt: Eier zum Frühstück sättigen länger als Brötchen und senken so die durchschnittlich aufgenommene Kalorienmenge.
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Gerücht 5: Naschen macht dick
Sicher, wer ständig vor sich hin knabbert, legt eher an Gewicht zu. Wissenschaftlern zufolge wird der Einfluss des Naschens auf den BMI aber im Allgemeinen als zu groß eingestuft.
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Gerücht 6: Mehr Obst und Gemüse senken Körpergewicht
Grünzeug allein ist nicht alles: Eine Umstellung hin zu mehr Obst und Gemüse ist zwar generell gesund, ein positiver Effekt aufs Gewicht stellt sich aber erst in Kombination mit Sport oder weniger Süßkram ein.
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Gerücht 7: Stillen gegen Übergewicht
Stillen mag viele Vorteile für Mutter und Kind haben, diesen aber nicht: Lange Muttermilch zu füttern, ist keine Garantie dafür, dass das Kind später schlank bleibt.
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Gerücht 8: Kinder sind so dick wie ihre Eltern
Die (Ernährungs-)Erziehung entscheidet darüber, ob ein Kind übergewichtig wird oder nicht? Nein - einen größeren Einfluss haben wissenschaftlichen Untersuchungen nach die Gene der Kleinen.
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Gerücht 9: Schlank im Schlaf
Zu schön, um wahr zu sein? Doch dieser Mythos stimmt: Eine längere Schlafdauer bringen Studien in Verbindung mit einem niedrigeren BMI.
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Gerücht 10: Spätes Essen macht dick
Die Erfahrung mancher Abnehmkandidaten sagt, dass die abendliche Pizza besonders anschlägt - sie schwören auf das sogenannte Dinner Cancelling zur mühelosen Gewichtsreduktion. Viele Ernährungsexperten raten denn auch, Kohlenhydratreiches eher früh am Tag zu sich zu nehmen. Der Grund: Nachts wird nur Fett verbrannt, wenn der Insulinspiegel niedrig ist - was erst nach einigen Stunden ohne Nahrungszufuhr der Fall ist.
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Gerücht 11: Wer viel Wasser trinkt, nimmt schneller ab
Stimmt nicht: Literweise Wasser in sich hineinzuschütten, spült Mineralstoffe aus dem Körper. So etwas wie Schlacken gibt es im menschlichen Körper nicht. Ein bis zwei Liter Wasser pro Tag genügen, als Gradmesser für den Flüssigkeitsbedarf dient auch der Urin: Ist er dunkelgelb, einfach ein kleines Glas Wasser trinken. Denn der Körper kann pro Viertelstunde ohnehin nur rund 0,2 Liter Wasser aufnehmen.
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Gerücht 12: Kartoffeln machen dick
Eine Portion von 150 Gramm gekochten Kartoffeln hat gerade mal 103 Kalorien. Alls Pellkartoffeln sind die heimischen Knollen ideal zum Abnehmen, zum Beispiel mit Quark zubereitet. Und der Körper liebt Kartoffeln, denn er verstoffwechselt sie basisch.
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Gerücht 13: Die Poren beim Fleisch müssen sich schließen
Das stimmt so nicht, denn Fleisch hat keine Poren, sondern Muskelfasern. Es soll dennoch heiß angebraten werden, damit die Oberfläche verschmort und sich dabei die Aminosäuren mit den Zuckermolekülen verbinden. Dabei entstehen ein paar hundert verschiedene Geschmacksmoleküle, die so genannten Röstaromen.
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Gerücht 14: Zucker raubt uns Vitamin C
Das stimmt so nicht. Lediglich das Vitamin B1 wird vom menschlichen Stoffwechsel benötigt, um den Zucker in Energie zu verwandeln.
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Gerücht 15: Rohkost enthält viele Vitamine
Das ist eine Pauschalisierung, die ebenfalls so nicht ganz stimmt. Erst wenn Sie Rohkost und Salat mit einem Dressing beispielsweise "anmachen", erhält der Körper das Komplettpaket, mit dem er die in dem rohen Gemüse die für ihn notwendigen Nährstoffe für sich aufsplitten kann. Wird die Rohkost erhitzt, kann das bei manchen Gemüsen sogar besser für den Menschen sein, weil die Zellwände aufbrechen und er die Nährstoffe besser verarbeiten kann. Es kommt also ganz darauf an - wie meistens.
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Gerücht 16: Olivenöl darf nicht erhitzt werden
Genau das Gegenteil ist der Fall: natives Olivenöl kann Temperaturen von bis zu 180 Grad vertragen. Sofern es raffiniertes Öl der Olive ist, dann hält es sogar bis 230 Grad stand. Oder irrt ganz Italien?
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Gerücht 17: Nudeln machen happy
Es sind nicht die Nudeln selbst, sondern die darin enthaltenen Kohlenhydrate. Die sind aber auch in Brot und Kartoffeln enthalten oder Süßkram. Was beim Verzehr von Kohlenhydraten glücklich macht, ist der Botenstoff Serotonin, der im Gehirn entsteht.
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Gerücht 18: Milch verschleimt
Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Milch unsere Atemwege verschleimt. Dafür gibt es jedoch wissenschaftliche keinerlei Beweise. Wer sie also verträgt, der kann sich ruhig sein Glas Milch am Tag oder den Schluck im Kaffee gönnen!
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Gerücht 19: Salz ist ein Gewürz
Von wegen! Salz ist ein Mineral, das in großen Mengen genossen das Risiko für Schlanganfall und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht. Wirklich würzen sollte der Koch mit Kräutern - und erst am Tisch darf der Esser wenig nachsalzen. Das wäre ideal.
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Gerücht 20: Käse schließt den Magen
In Frankreich wird er zum Abschluss eines Mahls in kleinen Stücken gegessen - womöglich rührt daher sein Ruf. Da Käse oftmals sehr fett ist, sorgt er für ein ordentliches Sättigungsgefühl. Da der Magen fetthaltige Speisen langsamer an den Darm "abgibt", ist der Esser länger satt. Und würde der Franzose nun den fetten Käse schon zu Beginn verspeisen, dann bliebe kein Appetit mehr für die restlichen leckeren Schmankerl der französischen Küche. Schlau, unsere Nachbarn!
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Gerücht 21: Nahrung hat heute weniger Nährwert
Es wurden aktuelle Mittelwerte mit den Angaben früherer Nährwerttabellen verglichen. Dabei kam zutage, dass es über die vergangenen 50 Jahre nur geringe Schwankungen im durchschnittlichen Nährwertgehalt gab.
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Autor: Lifeline/ Sabine Letz
Letzte Aktualisierung: 03. Oktober 2011
Quellen: dpa