Die schlanken Sechziger

Erwachsene in den 1960 waren körperlicher aktiver und schlanker

In den 1960ern waren die Erwachsenen nicht nur wilder, sondern außerdem um einiges schlanker. Letzteres hatten sie vor allem ihrem aktiven Lebenswandel zu verdanken.

Obwohl die Menschen in den Sechzigern nichts von Fitnessflatrates und Low-Fat-Nahrungsmitteln wussten, waren sie um einiges schlanker heute. Wie die Nachrichtenagentur BBC berichtet, ist die Rate der Übergewichtigen in England von 1-2 Prozent in den 60ern auf aktuell 26 Prozent geklettert. Eine Studie aus dem Jahr 1967 zeigt, dass die Erwachsenen in heutigen Zeiten viel weniger abspeckfreudig und vor allem viel weniger aktiv sind als noch vor 50 Jahren. Außerdem haben damals neun von zehn Menschen versucht, Gewicht zu verlieren. Im Jahr 2009 waren es nur 57 Prozent. Nur Prozent der Menschen, die sich als übergewichtig einstuften, scheiterten vor vierzig Jahren daran, überflüssige Pfunde zu verlieren. Heute sind es stolze 43Prozent der pfundigen Erwachsenen.

Das britische Gesundheitsministerium erläutert, dass die gewichtigen Unterschiede vor allem auf eine Veränderung der Lebensgewohnheiten zurückzuführen sind. So haben die Menschen in den Sechzigern viel weniger ferngesehen und viel mehr Wege mit dem Rad zurückgelegt. 1967 waren die Menschen außerdem viel häufiger zu Fuß unterwegs als heute. Die Erwachsenen verbrachten außerdem zweimal mehr Zeit mit Erledigungen im Haushalt. Obwohl Fitnessstudios viel rarer gesät waren und die Menschen mitunter mehr Fett verzehrten als heute, brachten sie dank ihres regen Lebensstils viel weniger auf die Waage.

Alan Maryon-Davis, Präsident der UK Faculty of Public Health, erläutert, dass die Menschen heutzutage eine höhere Lebenserwartung haben als damals. Er fügt an: "Aber heute haben wir Wohlstandsprobleme und müssen unbedingt wieder aktiver werden." Außerdem ruft er dazu auf, wieder stärker auf das Gewicht zu achten und mehr Energie darauf zu verwenden, in schwergewichtigen Zeiten wieder zum Normalgewicht zurückzukommen.

Autor: Sibylle Fünfstück
Letzte Aktualisierung: 02. März 2010
Quellen: Nach Informationen des britischen Gesundheitsministeriums und BBC News

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