Crash-Diät schwächt Immunsystem
Wer eine negative Crash-Diät nach der anderen macht, schadet seinem Immunsystem. Das fanden Wissenschaftler in mehreren Studien heraus.
Eine Studie der University of Washington Medical Center hat die Wirkung wiederholter Crash-Diäten auf das Immunsystem von Frauen untersucht. Insgesamt nahmen 114 überwichtige, ansonsten gesunde Frauen an der Studie teil. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass diejenigen Frauen, die in ihrem Leben absichtlich mindestens einmal fünf oder mehr Kilo abgenommen hatten, eine niedrigere Aktivität der natürlichen Killerzellen (NK) aufwiesen als solche, die dies nie getan hatten. Killerzellen sind Teil der Immunabwehr und stehen bei der Abwehr von Infektionen und Krebs an erster Stelle. Sie können infizierte Zellen vernichten, ohne vorher mit dem Krankheitserreger selbst in Kontakt gewesen zu sein.
Wissenschaftler der Michigan State University und der Drexel University in Philadelphia untersuchten ebenfalls die Wirkung einer stark reduzierten Kalorienzufuhr bei Mäusen. Die Gruppe der Mäuse, die der „Crash-Diät“ ausgesetzt waren, hatte ein geschwächtes Immunsystem und zeigte eine höhere Anfälligkeit für Grippeinfekte als jene Gruppe, die keine Restriktionen bei ihrer Ernährungsgewohnheiten erfuhr. "Unsere Studien zeigen, dass kalorienreduziert ernährte Mäuse keine ausreichende Zahl an natürlichen Killerzellen produzieren, so dass sie die Influenzaviren nicht effektiv bekämpfen können", sagt Elizabeth Gardner von der Michigan State University in East Lansing. Eine Gewichtsreduktion sollte daher behutsam und langfristig angegangen werden. Hier helfen die gezielte Umstellung der Ernährung, Sport und eventuell die Betreuung durch einen Ernährungsberater.
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