Übergewicht abbauen in den Bergen

Abnehmen: Dünne Luft macht schlank

Höhenluft hilft beim Abnehmen

Wer in den Bergen lebt, hat nur ein halb so großes Risiko, dick zu werden. Das zeigt eine US-Studie. Ursache ist der niedrige Sauerstoffgehalt der Höhenluft.

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Schneller abnehmen: Der leichte Sauerstoffmangel in der Höhe lässt die Pfunde purzeln.
Getty Images/iStockphoto

Ab einer Höhe von 1.900 Metern sinkt das Risiko, dick zu werden, massiv. Das hat eine Studie im Auftrag der US Army gezeigt. Wissenschaftler der Geisel School of Medicine at Dartmouth College haben dazu die Gesundheitsdaten von mehr als 98.000 Angestellten der Armee über vier Jahre hinweg gesammelt und analysiert. Alle Probanden waren während dieser Zeit in Colorado stationiert, ein Teil von ihnen auf über 1.900 Metern Höhe, der andere auf knapp tausend Metern.

Abnehmen gelingt auf dem Berg schneller

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Es zeigte sich deutlich, dass es einen großen Unterschied hinsichtlich des Gewichts und des BMI gab. Alle Männer und Frauen, die auf großer Höhe lebten, hatten ein reduziertes Risiko, Übergewicht zu entwickeln. Diejenigen von ihnen, die bei Beginn der Studie etwas zu viel auf die Waage brachten, speckten sogar ein wenig ab. Die anderen, die sich auf geringerer Höhe aufhielten, waren im Vergleich dazu doppelt so häufig zu dick.

Leptin verhindert Hunger und macht schlank

Die Forscher vermuten, dass für dieses Phänomen verschiedene Ursachen eine Rolle spielen könnten. So verfügt Höhenluft über weniger Sauerstoff. Der leichte Sauerstoffmangel führt unter anderem dazu, dass der Körper mehr Leptin bildet. Diese als "Satt-Hormon" bekannte Substanz reduziert den Appetit. Ein hoher Leptinspiegel führt dazu, dass kaum Hunger auftritt und der Körper seine Energie aus den Fettdepots holt. Die Wissenschaftler wollen deshalb in einer weiteren Studie untersuchen, ob sich Leptin zum Abnehmen eignet. Dann könnten Leptin-Tabletten eine neue Option gegen die Epidemie Übergewicht sein. Denn praktisch ist es nicht durchzuführen, alle Übergewichtigen in die Berge zu bringen, damit sie dort abnehmen. 

Essensauswahl in den Bergen begrenzt

Allerdings wäre es auch möglich, dass Menschen, die auf großer Höhe leben, sich gesünder und bewusster ernähren. Denn der Transport von Lebensmitteln auf den Berg ist aufwändig. Die Auswahl an Essen in Bergsiedlungen ist deshalb meist nicht groß, beschränkt sich auf das wichtigste und ist damit auch gesund. Dickmacher wie Fertiggerichte, Chips und Süßigkeiten gibt es seltener als in den gut erreichbaren Städten im Tal und in der Ebene.

20 Wege, täglich Hunderte Kalorien zu sparen

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Letzte Aktualisierung: 29. April 2014
Quellen: PLOS One

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