Ernährung
Transfettsäuren: Verbot könnte vor Herzinfarkt schützen
Ein Verbot von Transfettsäuren in Lebensmitteln könnte laut US-Forschern die Gesundheit schützen und Jahr für Jahr zahlreiche Herzinfarkte und Schlaganfälle verhindern.
Sie sind künstlich gehärtet und stecken als preiswerte Alternativen zu hochwertigen tierischen Fetten in Knabberartikeln, tiefgekühlten Fertigprodukten, Backwaren, Margarine und Backfett. Transfettsäuren sind seit vielen Jahren nicht nur in aller Munde, sondern außerdem immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik. Der Grund: Viele Studien konnten belegen, dass sie das Risiko für Diabetes in die Höhe schrauben und außerdem dicker als normale Fette machen. Auch erhöhen Transfettsäuren das Risiko für Herzerkrankungen. Herzinfarkt und tödlich verlaufende Erkrankungen der Herzkranzgefäße stehen in Zusammenhang mit deren Verzehr. Forscher von der Harvard Universität in den USA gehen davon aus, dass ein Verbot der billigen Nahrungsfette Jahr für Jahr tausende Menschen vor einem Herzinfarkt oder Schlaganfall bewahren könnte.
Nach Aussagen der Wissenschaftler können bereits geringe Mengen von Transfettsäuren der Gesundheit schaden und langfristig zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Groben Schätzungen zufolge machen chemisch modifizierte Fette in den Industrieländern etwa zwei bis vier Prozent der täglichen Energiezufuhr aus. Menschen, die ihren Hunger hauptsächlich mit Fastfood und bestimmten Backwaren stillen, landen sogar bei einem Anteil von sechs bis acht Prozent. Glaubt man den Berechnungen der Forscher um Dariush Mozaffarian und Meir J. Stampfer von der Harvard Universität in den USA, so kann bereits eine Verringerung des Anteils von chemisch veränderten Fetten an der Gesamtenergiezufuhr um nur ein Prozent allein in Deutschland rund 18.000 Herzinfarkte und über 11.000 Todesfälle durch Herzerkrankungen verhindern.
Trotz der erhöhten Gefahr von Herzinfarkt und Schlaganfall gibt es Kritiker eines möglichen Verbotes von Transfettsäuren. Sie führen immer wieder ins Feld, dass nicht genügend reine Fette und Öle zur Verfügung stünden, um Transfettsäuren zu ersetzen. Wieder andere fürchteten um den Geschmack von Würstchen, Chips und Co. Entsprechende gesetzliche Reglungen in Dänemark und New York konnten diese Befürchtungen ausräumen. Dennoch kann es noch dauern, bis es in Deutschland eine entsprechende Reglung zur Verwendung von Transfettsäuren gibt. Bis dahin rät Dr. Norbert Smetak von Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK), die Zutatenliste im Blick zu behalten und Produkte mit ‚gehärteten Fetten' oder ‚gehärteten Pflanzenfetten' möglichst nur selten auf den Speiseplan zu setzen.
-
Sportmedizinwarum tut es weh nach handelubungengestern, 03:31 Uhr von annemarieblanke
hAllo ich war heute beim Sport und habr biceps üben mich wahrscheinlich verdreht . dann... mehr...
-
Essen & Trinkenlaktoseintolleranz21.05.2013 | 22:21 Uhr von lisamana
hallo, ich habe eine laktoseintolleranz und habe bisher viele laktase tabletten... mehr...
-
Essen & TrinkenPfefferminztee15.05.2013 | 19:47 Uhr von Lischen_nr17
Sehr geehrter Herr Dr. Eisen, ich habe eine Frage zum Pfefferminztee und hoffe, Sie... mehr...
Weiterführende Artikel
Alkohol und Süßes oben auf der Fasten-Hitliste
Der Verzicht auf Alkohol und Süßes steht bei den Deutschen auch heuer hoch im Kurs. 44 Prozent... mehr...
Obst und Gemüse stark mit Pestiziden belastet
Gemüse und Obst sind nach einer Untersuchung stark mit Pestiziden belastet - vor allem, wenn die... mehr...
Laufen gegen Migräne
Mehr Fitness, weniger Migräne: Wer dreimal pro Woche 30 Minuten joggt oder walkt, kann sowohl die... mehr...
Burnout: Mehr Fisch und natürliches Licht
Erschöpfte und ausgebrannte Menschen leiden in der Regel meist unter Mangelernährung. Ihren Zustand... mehr...







