Sport und Gesundheit

Mit funktionellem Training Verletzungen vorbeugen

Training_31675056.onlineBild.jpg
Beim funktionellen Training ist eine aufrechte Haltung wichtig.
(Techniker Krankenkasse/dpa)

Wer sich gezielt vor Sport- und Alltagsverletzungen schützen will, ist mit so genanntem funktionellen Training gut beraten. Grundidee dabei ist, dass immer mehrere Muskeln zugleich gekräftigt werden.

Ein funktionelles Training schützt vor Verletzungen. "Dabei werden keine isolierten Bewegungen durchgeführt, sondern ein freies, dreidimensionales Training, das auf die unterschiedlichsten Bewegungsanforderungen vorbereitet und gesundheitsfördernd wirkt", erläutert Uschi Moriabadi von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Saarbrücken.

Durch das Training sollen Gelenke und Muskeln stabilisiert werden. Außerdem kann es helfen, Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer, Koordination und Beweglichkeit zu verbessern. Hilfsmittel wie Gymnastikbälle, Medizinbälle, freie Gewichte oder instabile Unterlagen unterstützen ein effektives Workout unter funktionellen Aspekten. "Ideal ist ein Training von 30 Minuten zwei- bis dreimal pro Woche", sagt die Diplomsportlehrerin. "Dabei sollte immer auf eine aufrechte Haltung und einen ausgewogenen Wechsel der Muskelgruppen geachtet werden." Sie empfiehlt, sich zu Beginn des Trainings durch einen qualifizierten Trainer betreuen zu lassen.

Typische Übung: Vierfüßlerstand

Eine typische Übung aus dem funktionellen Training ist der Vierfüßlerstand mit Diagonalheben von Arm und Bein: Dazu kniet man sich auf allen Vieren auf den Boden. Die Hände sind unter den Schultern, die Knie hüftbreit geöffnet unter den Hüftgelenken, der Rücken lang und der Kopf in Verlängerung der Wirbelsäule - das heißt, die Stirn zeigt zum Boden.

"Nun atmen Sie ein. Beim Ausatmen heben Sie den rechten Arm gestreckt nach vorne oben neben Ihr rechtes Ohr und gleichzeitig heben Sie Ihr linkes Bein gestreckt nach oben, bis es eine Linie mit dem Oberkörper bildet", erklärt Moriabadi. "Nun stellen Sie sich vor, dass Sie sowohl nach vorn als auch nach hinten gezogen werden - Ihre Position bleibt stabil!"

Diese Position wird für eine Einatmung gehalten. Mit dem Ausatmen kommt man zurück in den Vierfüßlerstand. Die Übung lässt sich auch auf einem größeren Gymnastikball ausführen. "Ein Üben seitlich zu einem großen Spiegel ermöglicht Eigenkontrolle", ergänzt die Expertin.

Autor: dpa/nl
Letzte Aktualisierung: 13. Oktober 2011

Fragen zum Thema

Aktuelle Top-Themen

Jugend: Abspecken für bessere Ohren
Schwerhörigkeit eine Folge von Übergewicht

Jugend: Abspecken für bessere Ohren

Übergewicht zieht das Gehör von Jugendlichen in Mitleidenschaft, wie US-Forscher herausgefunden haben mehr...

Perchlorat in Obst und Gemüse
Gefährliche Chemikalie in Lebensmitteln

Perchlorat in Obst und Gemüse

In fast jeder Probe haben Tester eine riskante Chemikalie entdeckt. Besser schnitt Bio ab mehr...

Dicker Vater, dicker Sohn - schlanke Tochter
Adipositas und Übergewicht

Dicker Vater, dicker Sohn - schlanke Tochter

Übergewicht ist anscheinend erblich, jedoch nur vom Vater auf den Sohn und nicht auf die Tochter mehr...

Die Frühkartoffel
Regional, gesund, frisch: Die Sorte der Woche

Die Frühkartoffel

Lebensmittel der Saison sind besonders frisch, gesund und lecker. Heute: die Frühkartoffel mehr...

Weiterführende Artikel

Allergie und Intoleranz: Wenn Essen Probleme bereitet

Allergie und Intoleranz: Wenn Essen Probleme bereitet

Laktose, Fruktose, Gluten: Mehr als jeder Sechste verträgt bestimmte Nahrungsmittel nicht. Die... mehr...

Alkohol und Süßes oben auf der Fasten-Hitliste

Alkohol und Süßes oben auf der Fasten-Hitliste

Der Verzicht auf Alkohol und Süßes steht bei den Deutschen auch heuer hoch im Kurs. 44 Prozent... mehr...

Ratgeber
  • Was Ihren Rücken stärktWas Ihren Rücken stärkt

    Informieren Sie sich über Therapien, finden Sie Tipps zur Prävention oder besuchen Sie die Rückenschule

Fragen Sie unser Gesundheitsteam

Kostenlos. 24 Stunden täglich. Unsere über 50 Gesundheitsexperten beantworten Ihre Medizin-Fragen.

mehr lesen...
Lifeline auf Twitter folgen

Lifeline-Fan auf Facebook werden

Zum Seitenanfang