Gewicht

3D-Body-Scan bestimmt Körperoberfläche

Forschern ist es gelungen, mithilfe des 3D-Body-Scans die Körperoberfläche des Menschen zu bestimmen und Rückschlüsse auf sein Körpergewicht zu ziehen.

3D-Body-Scan bestimmt Körperoberfläche -120114123.jpg
Woman massaging pain back
Getty Images/iStockphoto

Durch einen Body-Scan konnte jetzt nachgewiesen werden, dass es anscheinend maßgeblich von der spezifischen Körperoberfläche abhängt, ob ein Mensch schnell Fettreserven ansetzt oder partout nicht zunimmt, obwohl er keine Gelegenheit zum Naschen auslässt. Denn circa 70 Prozent der aufgenommenen Energie braucht der Körper zur Aufrechterhalten seiner Temperatur. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher um Prof. Elmar Schlich von der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) nach Auswertung von 3D-Body-Scans, einem anthropometrischen Verfahren zur Bestimmung der spezifischen Körperoberfläche. In der ErnährungsUmschau 4/10 berichten die Wissenschaftler von ihren gewichtigen Ergebnissen.

Die spezifische Körperoberfläche bezeichnet das Verhältnis aus Körperoberfläche und Körpermasse. Untersuchungen mit einem 3D-Body-Scan haben gezeigt, dass diese Kenngröße bei Übergewichtigen bis zu 50 Prozent kleiner als bei Dünnen ist. Dicke geben deshalb viel weniger Wärme an ihre Umgebung ab als ihre schlanken Artgenossen. Mit der Wärme gehen ihnen entsprechend weniger Kalorien verloren, was sich auch auf der Waage bemerkbar macht. Schlanke wiederum besitzen im Verhältnis zur Körpermasse eine relativ große Oberfläche, über die sie kontinuierlich Wärme verlieren. Der Körper braucht daher entsprechend mehr Energie, um seine Körpertemperatur aufrecht zu erhalten.

Der 3D-Body-Scan habe laut Dr. Elmar Schlich außerdem zeigen können, dass der BMI (Body Maß Index) zur exakten Bewertung der Körpermasse wenig taugt, da er nicht die wirkliche Körperoberfläche berücksichtigt. Daher sollte er nur als Annäherungswert verstanden werden. Viel präziser sei hingegen der neu definierte AMI (Area Maß Index). Die jüngsten Ergebnisse stammen aus einer Reihenmessung, die auf den Namen "SizeGERMANY" hört. Seit Ende 2007 haben sich rund 12000 Menschen mit dem 3D-Scanner vermessen lassen. Die Forscher haben von 188 Versuchspersonen sogenannte Avatare errechnet, deren Körperoberfläche exakt bestimmt werden konnte.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 31. Mai 2010
Quellen: Charlotte Brückner-Ihl, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Justus-Liebig-Universität Gießen: Dipl.-Betriebswirtin (FH) Caroline Bahnemann, Stabsstelle Kommunikation und Presse, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz: Abnehmen? Zunehmen? Avatare beweisen: Auf die Körperoberfläche kommt es an!

Aktuelle Top-Themen
Vier Gründe, öfter Pilze zu essen
Gesundes "Waldfleisch"

Abnehmen, Nährstoffe tanken, Knochen stärken: Das alles können Pilze bewirken, wie Studien zeigen mehr...

Sammeln, zubereiten, essen: Das müssen Pilz-Fans wissen
Die wichtigsten Fragen

Pilzsammler sollten sich gut auskennen – sonst kann ihr Hobby böse Folgen haben mehr...

Kornelkirsche: Pflanzenmedizin am Straßenrand
Regional, frisch, gesund: Die Sorte der Woche

Das Wildobst ist weitgehend unbekannt, aber vielseitig verwendbar. Was drin steckt und wie man Kornellen sicher erkennt! mehr...

Leckere Rezepte mit Aubergine: gesund und kalorienarm
Frisches Gemüse im Herbst

Viele gute Gründe für die Aubergine: Sie ist kalorienarm, lecker auf dem Grill und in der Pfanne und soll sogar krebsvorbeugend wirken mehr...

Fragen Sie unsere Experten!

Kostenlos. 24 Stunden täglich. Unsere Gesundheitsexperten beantworten Ihre Fragen.

mehr lesen...
Ratgeber
  • ErkältungErkältung

    Schon wieder eine Erkältung? Die ersten Anzeichen sind Husten, Schnupfen, Heiserkeit. Was dagegen wirkt mehr...

  • NagelpilzNagelpilz

    Nagelpilz ist nicht nur ein Schönheitsproblem. Unsere Tipps für gesunde Nägel und Füße mehr...

Zum Seitenanfang