Gewicht
3D-Body-Scan bestimmt Körperoberfläche
Forschern ist es gelungen, mithilfe des 3D-Body-Scans die Körperoberfläche des Menschen zu bestimmen und Rückschlüsse auf sein Körpergewicht zu ziehen.
Durch einen Body-Scan konnte jetzt nachgewiesen werden, dass es anscheinend maßgeblich von der spezifischen Körperoberfläche abhängt, ob ein Mensch schnell Fettreserven ansetzt oder partout nicht zunimmt, obwohl er keine Gelegenheit zum Naschen auslässt. Denn circa 70 Prozent der aufgenommenen Energie braucht der Körper zur Aufrechterhalten seiner Temperatur. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher um Prof. Elmar Schlich von der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) nach Auswertung von 3D-Body-Scans, einem anthropometrischen Verfahren zur Bestimmung der spezifischen Körperoberfläche. In der ErnährungsUmschau 4/10 berichten die Wissenschaftler von ihren gewichtigen Ergebnissen.
Die spezifische Körperoberfläche bezeichnet das Verhältnis aus Körperoberfläche und Körpermasse. Untersuchungen mit einem 3D-Body-Scan haben gezeigt, dass diese Kenngröße bei Übergewichtigen bis zu 50 Prozent kleiner als bei Dünnen ist. Dicke geben deshalb viel weniger Wärme an ihre Umgebung ab als ihre schlanken Artgenossen. Mit der Wärme gehen ihnen entsprechend weniger Kalorien verloren, was sich auch auf der Waage bemerkbar macht. Schlanke wiederum besitzen im Verhältnis zur Körpermasse eine relativ große Oberfläche, über die sie kontinuierlich Wärme verlieren. Der Körper braucht daher entsprechend mehr Energie, um seine Körpertemperatur aufrecht zu erhalten.
Der 3D-Body-Scan habe laut Dr. Elmar Schlich außerdem zeigen können, dass der BMI (Body Maß Index) zur exakten Bewertung der Körpermasse wenig taugt, da er nicht die wirkliche Körperoberfläche berücksichtigt. Daher sollte er nur als Annäherungswert verstanden werden. Viel präziser sei hingegen der neu definierte AMI (Area Maß Index). Die jüngsten Ergebnisse stammen aus einer Reihenmessung, die auf den Namen "SizeGERMANY" hört. Seit Ende 2007 haben sich rund 12000 Menschen mit dem 3D-Scanner vermessen lassen. Die Forscher haben von 188 Versuchspersonen sogenannte Avatare errechnet, deren Körperoberfläche exakt bestimmt werden konnte.
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