Medizin & Forschung

Warnung vor Brust-Implantaten aus Sojaöl

Frauen mit einer Brust-Vergrößerung aus Sojaöl sollten schnell einen Arzt aufsuchen und die Implantate entfernen lassen. Aus den Implantaten der Marke "Triculent" wird das Sojaöl früher oder später austreten. Sehr wahrscheinlich kommt es dann zu Brustentzündungen. Zudem wird ein entsetzlicher Gestank die Frauen quälen, befürchtet der englische Hersteller AEI.

In Deutschland haben mindestens 2.000 Frauen zwischen 1995 und 1999 das Implantat "Triculent" erhalten, berichtet der Hamburger Radiosender NDR 90,3. Bisher haben sich nur knapp die Hälfte der Betroffenen gemeldet. Das Implantat muss aber in jedem Fall entfernt werden, selbst wenn eine Frau keine Beschwerden hat. Nach Ansicht des englischen Gesundheitsministeriums sind langwierige gesundheitliche Komplikationen nicht auszuschließen.Die Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschlands e.V. (GÄCD)warnt Frauen schon seit längerem vor Sojaöl-Vergrößerungen: Wegen vorzeitiger Öldegeration könnten sich schädliche Abbauprodukte bilden. Auch fehlten klinische Langzeitergebnisse. Aus diesen Gründen seien die Implantate kurz nach der einführung wieder vom Markt genommen worden. Die GÄCD empfiehlt stattdessen Silikonimplantate: Sie könnten wegen einer speziellen Technik (Kohäsivgeltechnologie) nicht auslaufen und zu Komplikationen führen. Der Hersteller zahlt bis Ende des Jahres für die Entfernung des Implantats, so NDR 90,3. Danach aber wird es keinen Schadensersatz mehr geben. Betroffene Frauen können unter der Telefonnummer 0800-33 33 99 99 Näheres erfahren. Die Hotline ist deutschsprachig. (BSMO) > Mehr Informationen zur Wahl des richtigen Implantats im LIFELINE-Special Schönheitschirurgen unter http://www.lifeline.de/special/schoenheitschirurgen/cda/page/frame/0,2862,29-8169,00.html> Kostenloser Expertenrat im Special Schönheits-Operationen unter http://www2.lifeline.de/infoline/ilchirurg/wwwboard/expertenrat.html

Autor: Springer Medizin
Letzte Aktualisierung: 27. März 2006

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