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Schönheit um jeden Preis?

In dem neu erschienenen Sachbuch "Bodytalk. Der riskante Kult um Körper und Schönheit" machen die Autoren eine kritische Bestandsaufnahme des Körperkultes. Themen wie Essstörung und Adonis-Komplex werden aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

Schönheit wird immer stärker zu einem gesellschaftlichen Thema - und Problem. Denn der Körperkult treibt z.T. gefährliche Auswüchse: Die einen hungern sich fast zu Tode, andere bringen im Fitness-Studio ihren Körper in Höchstform und was nicht auf natürlichem Wege geht, wird mit medikamentöser Unterstützung möglich. Längst sind auch Schönheitsoperationen nicht mehr nur den Reichen vorbehalten. Immer mehr Erwachsene aber auch schon Jugendliche sind bereit, in Ihre Schönheit zu investieren. Sendungen wie "The Swan" machen ästhetische Eingriffe zum Thema einer Doku-Soap und der Gutschein für eine Schönheits-OP als Geschenk ist kein Kuriosum mehr. Aber nicht alles, was machbar ist, tut dem Körper und der Seele auch gut. In dem Buch "Bodytalk. Der riskante Kult um Körper und Schönheit" von Andrea Hauner und Elke Reichart beleuchten die Autoren in unterschiedlichen Kapiteln die verschiedenen Aspekte des Körperkults. Zu Wort kommen Ärzte, Psychologen, Wissenschaftler aber auch Betroffene und ihre Angehörigen. In dem ersten Kapitel "Faszination Schönheit" geht es um die Frage, was Schönheit eigentlich ist und wie wir von dem Aussehen auf den Charakter schließen. In dem Kapitel "Baustelle Körper" wird beispielsweise das Thema Essstörungen aus der Perspektive einer Betroffenen, ihrer Mutter und einer Beraterin beleuchtet. Aber man erfährt auch Interessantes aus dem Alltag eines Schönheitschirurgen. In dem dritten Teil des Buches geht es um den "Körper als Inszenierung": Wie ist das Frauenbild in der Pop-Kultur und welchen Sinn haben Tattoos und Piercings?In ihrem Schlusswort kritisieren die beiden Autorinnen, dass sich quer durch alle Altersschichten die gesellschaftspolitischen Paradiesvorstellungen auf den Körper verlagert haben. Der Kampf um Idealgewicht, Idealfigur und Idealgesucht wird immer wichtiger. Aber es gibt auch Positives zu vermelden: Nach einer US-amerikanischen Studie lassen Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft, Intelligenz und Mut einen Menschen hübscher erschienen. Wenn der Charakter stimmt, sind Muskeln und das richtige Taillen-Hüft-Verhältnis also gar nicht mehr so wichtig.(BSMO, 17.12.2004)

Autor: Springer Medizin
Letzte Aktualisierung: 20. Februar 2007

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