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Poly-L-Milchsäure - was das ist und wie sie wirkt

Sie ist flüssig. Sie glättet Falten. Sie verleiht dem Gesicht ein volles, jugendlich frisches Aussehen: Poly-L-Michsäure. Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zu diesem Stoff.

Was ist Poly-L-Milchsäure?

Das ist eine flüssige Substanz, mit der sich Falten füllen lassen und Volumen im Gesicht aufbauen lässt. Poly-L-Milchsäure ist synthetisch auf der Basis von Milchsäure hergestellt. Milchsäure ist ein natürlicher Bestandteil unseres Organismus und findet sich z.B. in den Muskeln. In der Chirurgie kommt Polymilchsäure seit über 30 Jahren zum Einsatz und seit rund zehn Jahren hat die Poly-L-Milchsäure ihren Platz in der ästhetischen Medizin. Der Körper kann Poly-L-Milchsäure auf natürlichem Wege wieder abbauen.

Wie wirkt Poly-L-Milchsäure?

Poly-L-Milchsäure regt den Körper an, Kollagen zu bilden. Denn mit zunehmendem Alter produziert der Organismus davon weniger, dadurch verliert die Haut an Elastizität und Festigkeit. Indem Poly-L-Milchsäure das Herstellen von Kollagen stimuliert, erhält das Bindegewebe neue Spannkraft und die Haut wird straffer und praller. Falten glätten und Konturen festigen sich.

Wie schnell ist der Effekt zu sehen?

Sofort nach der Injektion sieht das behandelte Gesichtsareal optisch aufgepolstert aus. Dieser Effekt entsteht durch das Wasser, das sich in der Wirkstofflösung befindet. So erhalten Sie schon einmal einen Eindruck vom Endergebnis. Nach einigen Tagen baut der Körper das Wasser ab und der Auffülleffekt legt sich etwas. Dann beginnt Phase zwei: Die Poly-L-Milchsäure stimuliert die Produktion von Kollagen und kräftigt das Bindegewebe. Nach acht bis zwölf Wochen ist die Zunahme der Spannkraft deutlich zu sehen. Nun müssen Sie und Ihr Arzt entscheiden, ob weitere Injektionen sinnvoll sind. Das endgültige Ergebnis zeigt sich nach drei bis vier Monaten.

Wie lange hält das Ergebnis?

Der Wirkung von Poly-L-Milchsäure hält bis zu zwei Jahre an.

Wo lässt sich Poly-L-Milchsäure einsetzen?

Der Stoff eignet sich gut, um die zwischen Nase und Mund verlaufenden Nasolabialfalten sowie Mundwinkelfalten zu glätten. Poly-L-Milchsäure kann fehlendes Volumen aufbauen, z.B. am Jochbogen oder bei eingefallenen Wangen. Sie vermag Kontur zu geben und Narben aufzufüllen. Zudem kann ein Liquid Lifting mit Poly-L-Milchsäure für neue Festigkeit und Elastizität sorgen und die Fettpolster im Gesicht fixieren, um so ein jugendliches Aussehen zu bewahren.

Wie lange dauert eine Behandlung?

Eine Sitzung dauert etwa 30 Minuten. Im Einzelfall hängt die Länge von der Größe der zu behandelnden Regionen und von der Zahl der Injektionen ab.

Sind mehrere Sitzungen nötig?

Die meisten Nutzer von Poly-L-Milchsäure sind nach zwei bis drei Sitzungen mit dem Ergebnis zufrieden.

Was ist nach einer Behandlung zu beachten?

Sie sollten die behandelten Stellen zwei bis drei Tage nach der Injektion einmal täglich zirka drei Minuten lang massieren. So verteilt sich die Poly-L-Milchsäure gleichmäßig im Gewebe. Drei bis vier Tage nach der Behandlung sollten Sie starke Hitze, etwa durch Sonne, Sauna oder Sport, und Kälte vermeiden. Ihre Haut können Sie wie gewohnt pflegen und eincremen.

Welche Vorteile bietet Poly-L-Milchsäure?

Die Wirkung baut sich nach und nach auf, das sieht natürlicher aus als eine plötzliche Verjüngung. Das Ergebnis hält länger als bei anderen Faltenfüllern wie Kollagen oder Hyaluronsäure. Allergische Reaktionen auf Poly-L-Milchsäure sind nicht bekannt.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Begleiterscheinungen sind insgesamt selten. In Einzelfällen können Schmerzen auftreten und die Einstichstelle kann sich röten, bluten und anschwellen. Auch ein Bluterguss ist möglich. Knötchen und Verhärtungen können in seltenen Fällen auftreten.

Was kostet eine Behandlung mit Poly-L-Milchsäure?

Das richtet sich nach der Zahl und Größe der behandelten Stellen und der benötigten Materialmenge. Bei einem Liquid Lifting des Gesichts spritzt der Arzt pro Sitzung etwa zwei bis drei Ampullen Poly-L-Milchsäure. Eine Ampulle kostet derzeit rund 500 Euro. Für zwei Sitzungen mit je zwei Ampullen kommen Sie somit auf 2.000 Euro. Bei einer Wirkdauer von zwei Jahren betragen die Kosten also umgerechnet rund 83 Euro pro Monat.

Autor: Martina Janning
Letzte Aktualisierung: 11. Mai 2009
Quellen: Nach Informationen von Sanofi-Aventis

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