Medizin und Forschung

Mundgeruch meist einfach zu bekämpfen

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Der Tipp vom Experten: Wer unter Mundgeruch leidet, sollte sich nicht nur nach jedem Essen die Zähne putzen, sondern einmal täglich die Zahnzwischenräume mit Zahnseide säubern und eine Zungenbürste verwenden.
Getty Images/Hemera

Allein mit mentholhaltigen Kaugummis ist der Halitose meist nicht beizukommen. Denn oft sitzen die Ursachen fest - entweder in den Zahnzwischenräumen oder in seltenen Fällen liegen sie sogar tiefer, nämlich in der Magen- oder Darmschleimhaut.

Ein nettes Gespräch kann durch Mundgeruch oftmals einen buchstäblich schlechten Beigeschmack erhalten. Zu 90 Prozent der Fälle sind Bakterien in Mund- und Rachenraum die Ursache. Sie zersetzen abgestorbene Zellen und Speisereste, die sich zwischen oder in den Zähnen festgesetzt haben und produzieren dabei übelriechende Schwefelverbindungen und andere Gase.

In seltenen Fällen können auch Helicobacter-pylori-Infektionen der Magenschleimhaut für schlechten Atem sorgen. Ist die Darmschleimhaut nämlich geschädigt, können Geruchsmoleküle aus dem Darm in die Blutbahn übergehen und von den Lungen abgeatmet werden.

Gründliche Mundhygiene kann Mundgeruch vertreiben

"Wer unter Mundgeruch leidet, sollte sich nicht nur nach jedem Essen die Zähne putzen, sondern außerdem einmal täglich die Zahnzwischenräume mit Zahnseide säubern und eine Zungenbürste verwenden", erklärt Zahnmediziner Dr. Christoph Asper aus Zürich. Scharfe Mundwässer überdecken zwar den Geruch, sind jedoch keine Dauerlösung, so Asper.

Stattdessen empfiehlt er das leicht harzig schmeckende Konzentrat der Teepflanze Cystos. Diesem wurde in Laboruntersuchungen eine besondere antimikrobielle Wirksamkeit nachgewiesen. Durch regelmäßige Mundspülungen mit dem in Wasser gelösten Konzentrat oder durch Einnahme in Form von Lutschtabletten wird die Mund- und auch die Magenflora reguliert, so erhält der Atem seine natürliche Frische zurück. Außerdem beugt diese Behandlung auch Mundentzündungen (Aphten) vor.

Richtige Zahnpflege - von Anfang an!

Sind Milchzähne kariesfrei, ist das die beste Voraussetzung, um auch die bleibenden Zähne zu schützen.

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Mundgeruch den Kampf ansagen
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    Zähneputzen

    Ordentliche Mundhygiene ist Grundvoraussetzung. Am besten wäre es, nach jedem Essen zu putzen. Zwei Mal täglich ist jedoch ein Muss.

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    Zahnseide

    In Zahnzwischenräumen sammeln sich Speisereste, über die sich Bakterien hermachen. Übler Geruch entsteht. Deshalb mit Zahnseide oder ...

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    Interdentalbürstchen

    ... kleinen Interdentalbürstchen die Zwischenräume sorgfältig reinigen, um Mundgeruch vorzubeugen.

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    Zungenreinigung

    Ebenso wichtig ist die Reinigung der Zunge mit einem speziellen Schaber, der den Bakterienbelag mechanisch entfernt.

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    Gebiss

    Natürlich wollen auch die Dritten, Kronen und Brücken gereinigt werden, damit Mundgeruch nicht entsteht.

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    Wasser

    Ein trockener Mund begünstigt Mundgeruch. Mineralwasser oder ungesüßter Tee kann helfen.

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    Schwarzer Tee

    Antibakterielle Wirkstoffe im Tee dämmen das Bakterienwachstum in der Mundhöhle ein.

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    Knoblauch und Zwiebeln

    Zwiebel und Knoblauch sind bekannte Übeltäter, was schlechten Geruch aus dem Mund angeht.

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    Scharfes Essen meiden

    Generell sollte scharfes Essen eher meiden, wer an Mundgeruch leidet.

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    Weniger Eiweiß und Fett

    Auch fett- und eiweißreiches Essen begünstigen die sogenannte Halitosis.

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    Rauchen aufhören

    Dem Tabak abzuschwören hilft gegen den als unangenehm empfundenen Raucheratem.

    Falko Siewert / dpa

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    Kaugummi

    Zuckerfreies Kaugummi wirkt gleich doppelt: Zum einen regt es die Produktion von Speichel an, dem natürlichen Bakterienkiller. Zum anderen macht Pfefferminzextrakt den Atem frischer. Kaugummi wirkt jedoch nur kurzfristig.

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    Mundspülung

    Mundwasser mit Pfefferminzgeschmack hilft vorübergehend, sollte aber nicht zur Dauerlösung werden. Mundgeruch kann verschiedenste Ursachen haben, die behoben werden müssen.

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Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 27. März 2006
Quellen: med-dent-magazin.de

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