Medizin & Forschung

Für die Karriere zum Schönheitschirurgen

Bei einer Umfrage des Emnid-Instituts aus Bielefeld bekundeten zwar 87,1 Prozent der Männer, kein Interesse an operativer Nachhilfe in Schönheit zu haben. Doch in den Praxen der Chirurgen sind auch sie keine Exoten mehr. "Mindestens jeder fünfte Patient ist inzwischen männlich", sagt Professor Heinz Bull, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie (DGÄC) in Krefeld.

Ganz vorn auf der Hitliste liegen laut Bull Nasenkorrekturen aller Art wie das Entfernen von Höckern und das Verkürzen so genannter Langnasen. Nasen-Leidende sind meist jung und oft schwierig. "Wir müssen immer prüfen, ob es psychische Überlagerungen gibt", sagt Bull von der DGÄC. "Solche Patienten verbringen viel Zeit vor dem Spiegel. Wenn an der Nase nichts mehr auszusetzen ist, fällt ihnen schnell etwas Neues ein."Oft stören Männer auch Falten am Hals. Beim Lifting gibt es jedochgeschlechtsspezifische Probleme: "Man muss die Narben besonders gut verstecken, weil Männer nicht so lange Haare tragen", sagt Wolfgang Sandner von der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC). Einen wenig dynamischen Eindruck vermitteln Schlupflider und Tränensäcke, deren Entfernung deshalb zu den häufigsten Aufträgen zählt ebenso wie das Absaugen von Rettungsringen an den Hüften.Wenn Männer nach ihrer Motivation für eine Schönheitsoperation befragt werden, nennen sie meist berufliche Gründe. "Es gibt statistisch nachweisbare Zusammenhänge zwischen dem Aussehen und dem beruflichen Erfolg", sagt Ronald Henns, Attraktivitätsforscher an der Universität Saarbrücken. Durch die Operation könne sich das ganze Persönlichkeitsbild und die Ausstrahlung ändern.Informationen: Deutsche Gesellschaft für Ästhetische ChirurgieKurfürstenstraße 6947829 KrefeldTel.: 02151/45 23 12Mehr zum Thema im Special

Autor: Springer Medizin
Letzte Aktualisierung: 27. März 2006

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