Medizin & Forschung

Falten entfernen: Manchmal zahlt die Kasse

Krankenkassen müssen unter Umständen die Operationskosten für die Entfernung von Hautfalten übernehmen. Eine bestimmte Form der Hautschlaffheit gilt als Krankheit, deren Behandlungskosten von der Gesetzlichen Krankenversicherung zu tragen sind, teilt der Deutsche Anwaltverein (DAV) in Berlin unter Berufung auf ein Urteil des Sozialgerichtes Leipzig mit (Az.: S 8 KR 207/00). Die seltene, erblich erworbene Hautkrankheit führt demnach zu einer Erschlaffung der Haut mit überdurchschnittlicher Faltenbildung, wodurch die Patienten erheblich vorgealtert aussehen.

Im konkreten Fall wollte ein Betroffener erreichen, dass seine Krankenkasse die Kosten für eine Faltenentfernung übernimmt. Sein durch die Hautschlaffheit "Cutis laxa" geprägtes Erscheinungsbild mache ihm derart zu schaffen, dass er sich nicht mehr in Badebekleidung in der Öffentlichkeit zeigen wolle, argumentierte er. Die Kasse lehnte den Antrag mit der Begründung ab, es handele sich um eine nicht entschädigungspflichtige Schönheitsoperation. Das Gericht folgte aber der Ansicht eines Gutachters: Der Hautexperte stellte fest, dass eindeutig eine Hautkrankheit vorlag. (dpa/red)

Autor: Springer Medizin
Letzte Aktualisierung: 27. März 2006

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