Aktuelle Umfrage belegt

80 Prozent der Fernreisenden wissen nichts über Gesundheitsgefahren im Zielgebiet

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Fernreisende sollten sich spätestens vier Wochen vor dem Urlaub über mögliche Infektionsrisiken informieren.
(c) Medioimages/Photodisc

Die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage der Techniker Krankenkasse sind alarmierend: Nur 20 Prozent der Fernreisenden kennen die Infektionsrisiken in ihrem Urlaubsland.

Durch diese Unwissenheit kann aus der langersehnten Silvester-Fernreise zum Beispiel nach Afrika schnell ein Horror-Tripp werden – mit Endstation Rollstuhl. Kinderlähmung, auch Polio genannt, zählt zu den Erkrankungen, die viele längst vergessen haben. Dabei kann man sich noch immer mit dem gefährlichen Poliovirus infizieren. In Afrika und Asien zum Beispiel besteht die Gefahr, sich mit dem Erreger zu infizieren.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts, Berlin, empfiehlt deshalb die Polio-Impfung für Reisende in Gebiete mit erhöhtem Infektionsrisiko sowie für Personen mit fehlender oder unvollständiger Grundimmunisierung und bei Verlust des Impfpasses. Darüber hinaus rät die Kommission seit Juli 2009 allen Erwachsenen, die bisher keine Auffrischung des Schutzes erhalten haben, zur Impfung. Die Impfung gegen Polio kann bequem als 4-Fach-Kombinationsimpfung durchgeführt werden, die mit nur einem Pikser gleichzeitig auch vor Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten schützt.

Für Fernreisende gilt: Informieren Sie sich rechtzeitig (spätestens vier Wochen) vor dem Urlaub beim Arzt, Reisemediziner, Tropeninstitut oder der Krankenkasse über notwendige Impfungen.

Autor: Springer Medizin
Letzte Aktualisierung: 10. Dezember 2009
Quellen: Nach Informationen der Medical Consulting Group

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