
Entstehungsort
Der Magen Darm-Bereich ist am häufigsten betroffen
Am häufigsten entstehen Neuroendokrine Tumore (NET) im Magen-Darm-Bereich. Man spricht dann von GEP-NET (Gastro-Entero-Pankreatischen NET). Das beinhaltet auch neuroendokrine Tumoren der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Aber auch andere Gewebe können betroffen sein.
Neuroendokrine Tumoren können prinzipiell überall dort entstehen, wo hormonproduzierendes, nervenähnliches Gewebe im Körper vorhanden ist. Die meisten NET werden im Magen-Darm-Bereich gefunden, z.B. im Dünndarm, aber auch in der Thymus-Drüse, der Lunge, den Eierstöcken, den Nieren und in der Haut können diese langsam wachsenden Tumoren entstehen.
Einteilung in drei Darmabschnitte
Im Vorderdarmbereich entstehen NET am häufigsten im Magen und im Lungenbereich (die Lunge zählt hier zum Vorderdarm). Seltener sind sie im Zwölffingerdarm anzutreffen und in sehr seltenen Fällen treten Tumore in der Bauchspeicheldrüse oder der Speiseröhre auf.
Im Mitteldarmbereich können vor allem der Wurmfortsatz des Blinddarms und der untere Teil des Dünndarms von einem neuroendokrinen Tumor betroffen sein. Im oberen Teil des Dünndarms sind die Tumoren weitaus weniger häufig anzutreffen und nur selten werden die Eierstöcke als Entstehungsort für NET genannt. Die Leber ist ein Sonderfall: In ihr entstehen zwar nur selten NET der ersten Generation (so genannte Primärtumoren), aber sie wird sehr oft von Tochtergeschwüren (neuroendokrinen Lebermetastasen) befallen, so dass eine Beteiligung der Leber an einer NET-Erkrankung relativ häufig ist.
Im Hinterdarmabschnitt sitzen die meisten NET im Mastdarm (Rektum). Der Dickdarm ist weitaus weniger häufig betroffen.
Noch viele ungeklärte Fragen
Warum sich NET entwickeln, ist noch weitgehend unbekannt. Auch weiß niemand, warum sie im Vergleich mit anderen Tumoren so langsam wachsen und weshalb die meisten Patienten sich gesundheitlich nicht sehr eingeschränkt fühlen, selbst wenn die Erkrankung schon recht weit fortgeschritten ist.


