
Tumormarker
Wichtigster allgemeiner Tumormarker für NET ist das Chromogranin A
Im Verbund mit anderen Diagnosemethoden sind die Tumormarker ein zuverlässiger Hinweis, ob wirklich eine Tumorerkrankung vorliegt.
Als Tumormarker bezeichnet man Eiweißstoffe, Hormone oder andere biologische Substanzen, deren erhöhte Konzentration im Blut oder anderen Körperflüssigkeiten auf einen Tumor hindeuten können. Bei neuroendokrinen Tumoren (NET) hat der Tumormarker Chromogranin A (CgA) eine besonders wichtige Rolle.
Erhöhter Tumormarker bei allen NET ein wichtiger Hinweis
Der Tumormarker CgA ist zuverlässig und bei allen NET nachweisbar. Er ist ein Bestandteil der neuroendokrinen Zellen und wird zusammen mit anderen Tumorsekretionsprodukten freigesetzt. Bei NET, die bereits Tochtergeschwulste (Metastasen) gebildet haben, sind die CgA-Plasmaspiegel um mindestens das Dreifache des oberen Normwerts erhöht. CgA-Spiegel über 1000 pg/ml gelten als prognostisch ungünstig.
Alleine nur bedingt aussagekräftig
Da die CgA-Spiegel von Tumorpatient zu Tumorpatient stark schwanken, lässt sich die Schwere der Tumorerkrankung nur eingeschränkt aus der CgA-Konzentration im Serum ableiten. Auch zur Beantwortung der Frage, ob überhaupt ein NET vorliegt, ist deshalb die CgA-Bestimmung alleine - ohne Hinweise etwa aus bildgebenden Verfahren - nutzlos. Im Bezug auf einen einzelnen Patienten aber ist der CgA-Spiegel ein guter Verlaufsparameter.
Auch andere Tumormarker wichtig
Je nachdem, welche Tumorart bei einem Patienten vermutet wird, werden unterschiedliche Tumormarker für NET ins Visier genommen. Neben der Bestimmung der vom Tumor gebildeten Hormone eignet sich das CgA als genereller Tumormarker bei funktionell inaktiven Tumoren, beim Karzinoid-Syndrom aber auch beim Verner-Morrison-Syndrom und beim Glukagonom-Syndrom. Beim Gastrinom dagegen ist der Serumgastrinspiegel der verlässlichste Tumormarker.


