
Klinische Diagnostik
Für aktive NET gibt es eine Reihe von Leitsymptomen
Neuroendokrine Tumoren sind eine relativ seltene Erkrankung. Aber viele von ihnen verursachen typische Krankheitsbilder, die erste Hinweise auf die Art der Erkrankung geben. Inaktive Tumoren werden oft erst spät entdeckt, da sie langsam wachsen und in sehr vielen Fällen auch dann noch keine Beschwerden verursachen, wenn sie bereits Tochtergeschwulste gebildet haben.
Verschiedene NET haben charakteristische Symptome
Insulinom: Ständige Unterzuckerung, Kopfschmerzen, Verwirrung, Sehstörungen, Störungen der Bewegungskoordination und Lähmungen sowie Persönlichkeitsstörungen wie Aggressionen sind typische Symptome. In einigen wenigen Fällen kann es auch zu Bewusstlosigkeit oder Krampfanfällen kommen oder die Patienten können ins Koma fallen
Gastrinom: Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwüre, Magensaft Überproduktion, die nur unzureichend auf Medikamente anspricht, Bauchschmerzen, wässriger Durchfall
VIPom: Massive, wässrige Durchfälle, bis zu acht Litern am Tag, Schwäche, Muskelkrämpfe
Glukagonom: Chronischer, wandernder, schwerer Ausschlag an Armen und Beinen oder auch im Gesicht, der oft von Entzündungen der Mundhöhle und der Zunge begleitet wird, dazu Gewichtsverlust und hoher Blutzuckerspiegel
Karzinoid-Syndrom: Hitzewallungen und Hautrötungen, vor allem nach dem Essen (Flush), Magen-Darm-Symptome (v.a. Durchfälle)
Patienten, die jeweils eine verdächtige Kombination von Symptomen aufweisen, werden in der Regel im nächsten Schritt mit weiteren Diagnosemethoden untersucht, um Tumormarker oder veränderte Blutparameter wie erhöhter Hormonspiegel oder Änderungen im Zucker- und Mineralhaushalt abzuklären.


