Vorbeugung
Socken und Handtücher heiß waschen
Patienten mit Nagelpilz brauchen eine gute Portion Weitsicht. Der Pilz bleibt nämlich nicht auf den Nagel begrenzt: Er verteilt sich auch in der direkten Umgebung - etwa in Strümpfen, Schuhen, aber auch auf Handtüchern und Bettwäsche. Der Pilz kann sich also immer wieder neu einnisten. Einige Verhaltensregeln können dem Ping-Pong-Effekt aber vorbeugen.
Pilze sind hartnäckig: Ihre Sporen überleben manchmal sogar Waschtemperaturen von 60°C. Es ist deshalb ratsam, Wäsche und Kleidung bei 90°C zu waschen. Diese Temperatur überleben die Pilze nicht.
Doch die meisten modernen Textilien und erst recht Sportschuhe vertragen solch extreme Hitze nicht. Doch auch extreme Kälte und selbst die gesundheitsschädliche Formaldehydlösung sind keine Alternative: Untersuchungen haben gezeigt, dass sie die Pilze nicht töten können. Helfen kann einzig Antipilzpuder, den es oft auf Kassenrezept gibt. Dieser Puder wird einige Male - etwa 3-4 Mal innerhalb von 3 Tagen - in Schuhe und Strümpfe gestreut. Das macht den Pilzen nicht nur den Garaus: Zusätzlich entzieht der Puder dem Schuh die Feuchtigkeit, die der Pilz zum Überleben braucht.
Damit auch Partner und Familie vor einer Infektion mit Nagelpilz geschützt werden, sollten Handtücher nicht gemeinsam benutzt werden.




