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Vorsicht bei Leihskistiefeln
Winterzeit - die weiße Pracht lädt zum Ski laufen ein. Doch Achtung: Nagel-, Fuß- und Hautpilzkeime lassen sich in der Hälfte der Leihskistiefel nachweisen. Falls Sie zu Fußpilzinfektionen neigen, kann Anti-Pilz-Spray Abhilfe schaffen.
Analysen bringen es an den Tag: 50 Prozent der geliehenen Skistiefel bergen Erreger von Pilzinfektionen. Diese hohe Verseuchung der Leihstiefel ergaben Untersuchungen des Instituts für Pilzkrankheiten in Berlin. Gewisse Sicherheit biete das Einsprühen der Schuhe mit einem Anti-Pilz-Spray; dicke Socken anzuziehen, reiche nicht aus, so die Fachleute vom Institut.
Generell ist das Risiko von Pilzinfektionen durch das Tragen von Skistiefeln erhöht. Der Ausdauersport Skilanglauf wird über einen längeren Zeitraum betrieben. Dadurch entsteht in den Skistiefeln ein feuchtes Milieu, von innen durch den Schweiß, von außen durch den Schnee: ein ideales Klima für Erreger von Pilzinfektionen. Insbesondere Nagelpilz kann sich ausbreiten. Verletzungen an den Fußnägeln, die in Folge typischer Bewegungen entstehen, fördern das Eindringen der Keime.
Auch der Abfahrtsskisport stellt eine potenzielle Quelle für Fußpilz dar. Allerdings sind in diesem Fall eher die Räume zwischen den Zehen und die Sohlen gefährdet. Um der großen Belastung gerecht zu werden, müssen sich unsere Füße ausdehnen. Nun sind die Skistiefel für die Abfahrt aber steif und bieten daher kaum Platz für die Ausbreitung der Füße. So können leicht kleine Verletzungen entstehen, die Eintrittspforten für Pilzerreger darstellen.
Nach Informationen von Verbrauchernews, Dezember 2005 sowie
Hans-Jürgen Tietz und Horst Ulbricht: Sport und Mykosen





