
Nagelpilz und Freizeit
Mit dem Nagelpilz ins Freibad?
Darf ich mit meinem Nagelpilz im Sommer ins Freibad gehen oder sollte ich lieber darauf verzichten, um andere Badegäste nicht anzustecken? Was kann ich vorbeugend gegen Nagelpilz tun?
An den Füßen anhaftende Pilzsporen können dort leicht verteilt werden und befallen dann andere Badegäste, vor allem, wenn diese keine Badeschuhe tragen. Deshalb ist es so wichtig, in Freibädern sowie auch in Gemeinschaftsduschen von Saunen, Sportanlagen oder Fitnessstudios vorsorglich immer in Badeschuhe zu schlüpfen, um sich keinen Fußpilz einzufangen. Wer bereits einen Fuß- oder Nagelpilz hat, sollte auf das Freibad verzichten und sich bei sommerlichen Temperaturen lieber in einem abgelegenen See erfrischen.
Um Schwimmbad-Wasser keimfrei zu machen, werden meistens Chlorprodukte angewendet, die Krankheitserreger - also Bakterien, Viren und auch Pilze - abtöten. Eine Garantie, dass dabei alle Keime erwischt werden, gibt es natürlich nicht. Zumal die Ansteckungsgefahr weniger im Wasser, sondern eher im Bereich der Duschen und Toiletten des Freibades lauert.
Nicht jeden erwischt es
Doch nicht jeder, der in Kontakt mit Pilzsporen kommt, erkrankt automatisch. Sportler - insbesondere Läufer, Fußballer und Schwimmer - holen sich sehr leicht einen Fuß- oder Nagelpilz. Auch Raucher, Diabetiker, Menschen mit Durchblutungsstörungen an den Füßen, Ältere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind besonders gefährdet.
Prof. Dr. Isaak Effendy rät deshalb, das Immunsystem durch gesunde Ernährung und viel Bewegung an der frischen Luft zu stärken. "Diabetiker müssen auf eine gute Einstellung ihrer Zuckerwerte achten", betont der Bielefelder Hautexperte.
Gute Nagelpflege bietet Schutz
Auch eine gute Pflege kann vor einer Nagelpilzinfektion schützen. Häufiges Händewaschen oder auch Sonnenbaden machen Haut und Nägel spröde und rissig, sodass Pilze sehr leicht eindringen können. Deshalb ist regelmäßiges Eincremen oder Einölen empfehlenswert.
Maniküre und Pediküre sollten so durchgeführt werden, dass keine Verletzungen entstehen. Prof. Effendy empfiehlt, Nägel vor dem Schneiden etwa 10 Minuten in Wasser aufzuweichen. Fingernägel bringt man mit Schere und Feile in eine ovale, Fußnägel in eine gerade Form. Doch Vorsicht: Wird dabei zu viel abgeschnitten, besteht die Gefahr, dass der Nagel in den Nagelfalz hineinwächst und dort kleine, meist unsichtbare Verletzungen hervorruft.
Zu lange Nägel sind jedoch auch von Nachteil. Wenn sie über die Zehenkuppe hinausragen, können geschlossene Schuhe auf den vorderen Nagelbereich drücken und dadurch das Nagelwachstum hemmen.
Besonders empfindlich ist das Nagelhäutchen. Es sollte daher nie mit einer Nagelschere geschnitten und auch nicht mit harten Hilfsmitteln wie z.B. Holzstäbchen zurückgeschoben werden.
www.medical-tribune.de/media/Ratgeber/Nagelpilz/Ratgeber-Nagelpilz.pdf;
Informationen aus www.mypool.at (über Schwimmbaddesinfektion)





