
Risikofaktoren
Warum Sportler häufig Nagelpilz haben
Vor allem Sportler, die ihre Füße stark beanspruchen, wie Fußballer oder Skater, werden von Nagelmykosen geplagt. Denn die Reizung der Haut macht sie auch anfälliger für Infektionen. Darüber hinaus mögen es Pilze feucht. "Massenduschen sind geradezu 'Pilzsuppen'", meint Prof. Dr. Hans-Jürgen Tietz, Oberarzt an der Klinik für Dermatologie der Charité Berlin.
Wie kann man also weiter Sport treiben, ohne sich einem erhöhten Infektionsrisiko auszusetzen? Tietz rät, in Gemeinschaftsduschen immer Badelatschen zu tragen und die Füße nach dem Duschen auch zwischen den Zehen gut abzutrocknen. Feuchte Schuhe sollten sorgfältig getrocknet werden, indem man sie beispielsweise mit Zeitungspapier ausstopft.
Bei der Therapie einer Nagelmykose sollte die in der Packungsbeilage empfohlene Behandlungsdauer genau eingehalten werden, auch wenn die Symptome vorzeitig verschwinden. Pilze bilden widerstandsfähige Sporen, die dann auskeimen und erneut zu einer Infektion führen können. Für die Desinfektion der Wäsche reicht ein Waschgang bei 60°C mit genügend Waschpulver aus.
Wie wichtig eine effektive Behandlung ist, zeigt der prominente Fall des Hertha BSC Stürmers Alex Alves. Bei ihm kam es in Folge einer Fußmykose zu einer Wundrose, die den Spieler vier Wochen spielunfähig machte.





