
Fußpilz-Behandlung
Mit Salben, Lösungen und Tabletten dem Fußpilz trotzen
Schätzungsweise jeder dritte Erwachsene in Deutschland leidet zeitweilig unter Fußpilz - Experten sprechen sogar von einer Volkskrankheit! Glücklicherweise gibt es wirksame Behandlungsmöglichkeiten.
Eine Infektion mit Fußpilz beschränkt sich zu Beginn meist auf den Bereich zwischen den Zehen, die Fußsohle oder die Ferse. Wenn nicht rechtzeitig eine Behandlung eingeleitet wird, besteht die Gefahr, dass sich die Infektion auf den gesamten Fuß oder sogar andere Körperstellen ausbreitet. Werden auch die Zehennägel befallen, spricht man von Nagelpilz. Die Weiterverbreitung des Pilzes gilt es zu verhindern, denn gerade Nagelpilz-Behandlungen sind langwierig und zeitaufwändig.
Verschiedene äußerliche Behandlungsmöglichkeiten
Zur Fußpilz-Behandlung in Eigenregie (Selbstmedikation) gibt es verschiedene rezeptfreie, äußerlich anzuwendende Medikamente - sogenannte Antimykotika, die pilzabtötend sind oder das Pilzwachstum hemmen. Man erhält sie in Form von Cremes, Salben, Lösungen, Sprays oder Puder. Sie werden ein- bis mehrmals täglich dünn aufgetragen und einmassiert. Ein Antipilz-Spray kann auch in Schuhe oder Strümpfe gesprüht werden, da sich dort Hautschuppen mit Pilzen festsetzen können. Welche Zubereitung verwendet wird, hängt letztendlich auch von den individuellen Vorlieben ab.
Wichtig: Anwendungszeit einhalten!
Die am häufigsten angewendeten Wirkstoffe gegen Fußpilz sind die Azole (z.B. Clotrimazol, Bifonazol, Miconazol) und der Wirkstoff Terbinafin. Diese Substanzen greifen in den Aufbau der Zellwände der Pilzzellen ein und behindern dadurch deren Wachstum und Vermehrung. Die Geschwindigkeit ihrer Wirkung ist jedoch unterschiedlich: Azole hemmen zwar die Vermehrung der Pilze, töten sie jedoch nicht ab - das ?erledigt? erst das Immunsystem des Betroffenen. Daraus ergibt sich aber die Notwendigkeit einer drei- bis vierwöchigen Behandlungsdauer. Wirkstoffe wie Terbinafin töten dagegen die Pilzzellen direkt ab, die Therapiedauer ist daher kürzer. Sind die Nägel mitbetroffen, eignen sich Präparate mit dem Wirkstoff Ciclopirox.
In jedem Fall ist es ganz wichtig, die vorgeschriebene Anwendungsdauer einzuhalten, auch wenn der Betroffene schon eine deutliche Besserung der Symptome verspürt. Denn wenn die Behandlung zu früh abgebrochen wird, kann es sein, dass einige Erreger überleben. Der Fußpilz könnte sich dann nach kurzer Zeit erneut ausbreiten.
Wirkstoffe in Tablettenform
Wer zum ersten Mal unter Fußpilz leidet, ist sich möglicherweise bezüglich der Symptome nicht ganz sicher. So können beispielsweise bestimmte Erscheinungsformen der Erkrankung auf den Fersenbereich beschränkt sein und als ?trockene Haut? fehlgedeutet werden. Im Zweifelsfall sollte daher ein Arzt zurate gezogen werden.
Ebenso ist ein Arztbesuch sinnvoll, wenn sich die Symptome nach ein- bis zweiwöchiger Behandlungsdauer nicht deutlich verbessern oder sogar verschlimmern. Treten kurze Zeit nach einer erfolgreichen Behandlung erneut Beschwerden auf, ist ebenfalls ein Arztbesuch empfehlenswert. Der Arzt hat dann beispielsweise die Möglichkeit, Tabletten mit stärkeren, verschreibungspflichtigen Wirkstoffen zu verordnen.





