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Unansehnliche, schmerzende Füße

Nicht immer sind Fuß- oder Nagelpilz die Ursache

Fuß- und Nagelpilz sind zwar weit verbreitet, aber beileibe nicht die einzigen Erkrankungen, die Beschwerden an den Füßen verursachen können. Auch Warzen, Hühneraugen oder Schweißfüße machen vielen Menschen zu schaffen.

Schweißfüße begünstigen Fuß- und Nagelpilz

Unter Schweißfüßen leiden schätzungsweise 10% der Bevölkerung. Die genaue Ursache lässt sich nicht immer feststellen. In einigen Fällen ist das Leiden erblich bedingt, aber auch bestimmte Verhaltensweisen, zum Beispiel das Tragen von engem, wenig atmungsaktivem Schuhwerk, können sie begünstigen. Wegen des ständig feucht-warmen Milieus können sich Pilzerkrankungen bei Menschen mit Schweißfüßen leicht ausbreiten.

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Wie man die "Käsefüße" bekämpft

In Drogeriemärkten, Apotheken oder auch im Internet werden zahlreiche Mittel gegen Schweißfüße angeboten, zum Beispiel Fußdeos, Fußcremes und Fußbad-Zusätze. Sie enthalten schweißhemmende Inhaltsstoffe wie Eichenrinden- oder Salbeiextrakt, Menthol oder Teebaumöl. Damit kann die Schweißbildung zwar reduziert, aber nicht völlig beseitigt werden. Wer stark unter Schweißfüßen leidet, sollte einen Hautarzt aufsuchen, da es heute moderne Behandlungsverfahren gegen übermäßige Schweißproduktion gibt

Vorbeugung und richtige Pflege

Für einen "schweißfreien Start" am Morgen empfiehlt es sich, den nächtlichen Fußschweiß mit kaltem Wasser abzureiben. Nach gründlichem Abtrocknen, bei dem auch die Zehenzwischenräume nicht vergessen werden dürfen, können die Füße eingecremt oder -gepudert werden. Ganz wichtig bei Schweißfüßen ist es, auf atmungsaktive Schuhe zu achten. Auch sollten die Schnürsenkel - falls vorhanden - nicht zu fest geschnürt werden, um einen Hitzestau zu vermeiden. Häufiges Wechseln der Schuhe ist empfehlenswert, zumindest aber sollte das Schuhwerk nach dem Tragen mindestens einen Tag lang gründlich ausgelüften.

Fußprobleme durch Warzen und Hühneraugen

Wenn sich die Haut wölbt, hart wird und verhornt sind meist Warzen oder Hühneraugen der Grund. Warzen werden durch eine Virenart, die sogenannten Papillomaviren, hervorgerufen. Sie befinden sich meistens im Bereich der Zehenkuppen, am Ballen oder an der Fußsohle. Vor allem beim Auftreten können sie Unannehmlichkeiten bereiten. Zu einer Infektion kommt es häufig dann, wenn die Immunabwehr relativ schwach ist, beispielsweise in Stress-Situationen oder nach längerer Krankheit.

Ein Hühnerauge wird manchmal auch als "Krähenauge" und in der medizinischen Fachsprache als "Clavus" bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine eng begrenzte Ansammlung verhornter Hautzellen, die entsteht, wenn Druck auf die entsprechende Stelle wirkt - zum Beispiel durch schlecht sitzende Schuhe. Auch ein zu kurz geschnittener Nagel oder Verformungen der Füße, beispielsweise bei "Hammerzehen", können anfälliger für Hühneraugen machen. Zusätzlich zu dem äußerlich sichtbaren "Auge" bildet sich ein Dorn, der tief in die Haut eindringen und Schmerzen verursachen kann.

Bewährte Gegenmittel aus der Apotheke

Bekämpft werden können Hühneraugen und Warzen mit Tinkturen oder Pflastern mit dem Wirkstoff Salizylsäure oder Kombinationspräparaten, die zusätzlich Milchsäure oder Essigsäure enthalten. Die Behandlung erfordert meist etwas Geduld. Wichtig ist, die umgebende Haut mit Zinksalbe oder Vaseline abzudecken, damit sie nicht verätzt wird. Hühneraugen unter den Nägeln sollten nur von Fußpflegern entfernt werden. Gegen die Schmerzen, die Hühneraugen und manchmal auch Warzen beim Laufen verursachen können, helfen Druckschutzringe.


Quelle: Nach Informationen von Christa Steinmann und Heinz-Ulrich Maikranz: "Alles für die Füße!" Ein Erste-Hilfe-Buch für ihre Füße, Eigenverlag (1997) und Stiftung Warentest: Handbuch Selbstmedikation, Berlin (2006)
Autor: Claudia Bruhn
Stand: Oct 21, 2008


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