
Spezial: Diabetes
Checkliste zur Vorbeugung von Nagelpilz
Für Diabetiker kann Nagelpilz schnell zum Problem werden, weil schwerwiegenden bakteriellen Folgeinfektionen leicht der Weg gebahnt werden kann. Eine gute Prophylaxe kann dafür sorgen, dass es gar nicht erst so weit kommt.
Wenn Sie Diabetiker sind, sollten Sie deshalb folgende Empfehlungen ernst nehmen:
- Das "A und O" einer guten Prophylaxe ist eine konsequente und gute Blutzuckereinstellung. Sie trägt zu einer guten Durchblutung bei und erhöht die Abwehrfähigkeit gegenüber Infektionen.
- Besonders die Füße sollten Sie täglich und regelmäßig kontrollieren. Sind Blasen, Druckstellen, Rötungen, Hühneraugen vorhanden? Sind die Füße gut durchblutet oder fühlen sie sich kalt an? Ist die Haut trocken und weist einen leichten weißlichen Belag auf, z.B. im Bereich der Sohlen? Bei Vorliegen von Symptomen ist ärztlicher Rat einzuholen und eine entsprechende Therapie einzuleiten.
- Zur täglichen Fußhygiene werden milde, rückfettende Seifen empfohlen. Fußbäder sollten am besten bei einer Temperatur von 37-38 Grad Celsius und nicht länger als 3-5 Minuten durchgeführt werden, damit das Gewebe nicht aufweicht. Füße und besonders Zehenzwischenräume sind gut abzutrocknen.
- Bei trockener Haut sollten die betroffenen Extremitäten zusätzlich eingefettet werden. Dazu sind Emulsionen oder Pflegeschäume zu verwenden, die feuchtigkeitsspendend sind und Harnstoff enthalten, kein Babyöl oder Zinkpasten.
- Scheren bitte nur zum Schneiden der Nägel verwenden! Messer, Rasierklingen und andere scharfe Hilfsmittel sind bei der Nagel- und Fußpflege zu vermeiden, denn sie bergen eine große Verletzungsgefahr. Verletzungen der Haut erhöhen das Infektionsrisiko. Aus diesem Grund sollten auch ätzende Substanzen wie Hühneraugenpflaster nicht verwendet werden.
- Diabetiker sollten bequemes und nicht zu enges Schuhwerk tragen. Eine gute Belüftung der Füße muss gegeben sein, Schwitzen oder Druckstellen fördern das Entstehen von Fußpilz. In öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmhallen, Saunen oder Turnhallen sind die Füße in jedem Fall durch geeignetes Schuhwerk zu schützen. Sport- und Badesachen sollten möglichst in die Kochwäsche.
- Wenn ein Taubheitsgefühl der Füße vorliegt, sollten Betroffene niemals barfuß oder in Strümpfen laufen. Bei Bettlägerigkeit sind die Füße zu polstern, damit keine Druckstellen entstehen.
- Liegen Verletzungen vor, sind die betroffenen Stellen zu desinfizieren und mit sterilen Mullbinden zu verbinden. Fußbäder sollten unterlassen werden. Bei Veränderungen der Wunden, Rötungen, Schwellungen und Eiterungen sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden!
Quelle:
Deutscher Diabetiker Bund e.V.: Informationsblatt: Spurensuche. Fuß-Komplikationen beim Diabetes. Wichtige Tipps für die Fuß-Fürsorge.





