Nagelpilz-Behandlung
Medizinische Lösung verträgt sich mit kosmetischem Nagellack
Wer medizinischen Lack zur Behandlung von Nagelpilz anwendet, muss nicht auf Farbtupfer auf Finger- und Zehnägeln verzichten.
Nagelpilz an Finger- oder Fußnägeln ist eine Erkrankung, die nicht von allein wieder verschwindet. Der frühe und dann regelmäßige Einsatz von geeigneten Medikamenten ist wichtig, um die Infektion loszuwerden. Neben der Einnahme von Tabletten hat sich die Anwendung eines speziellen Nagellacks bewährt. Die Lösung wird wie kosmetischer Nagellack mit einem kleinen Pinsel auf die Nägel aufgetragen und ist für die umliegende Haut nicht gefährlich.
Klarlack oder farbige Akzente sind trotzdem möglich
Die kosmetische Verschönerung der Nägel ist während der Behandlung weiterhin möglich, wie der Experte Dr. Horst Ulbricht weiß: "Die von mir durchgeführten Untersuchungen mit 40 unterschiedlichen kosmetischen Nagellacken haben eindeutig ergeben, dass sich der kosmetische und der medizinische Lack vertragen. Es findet - trotz gleichzeitiger Anwendung - keine Wirkbeeinflussung des medizinischen Lacks statt." Diese Ergebnisse wurden im Rahmen einer klinischen Studie noch einmal erfolgreich wiederholt und damit bestätigt.
Erst der Anti-Pilz-Lack, dann die Farbe
Die regelmäßige Anwendung des Anti-Pilz-Mittels sollte allerdings immer gewährleistet sein: Im ersten Behandlungsmonat muss es jeden zweiten Tag, im zweiten Behandlungsmonat zweimal wöchentlich und ab dem dritten Behandlungsmonat einmal wöchentlich aufgetragen werden. Zwischen diesen Terminen kann nach Lust und Laune mit "normalem" Nagellack gepinselt werden - ob klassich rot, modern im Nude-Look (French Manicure) oder auch mal ganz knallig in den Farben des Sommers.
Künstliche Nägel sind tabu!
Dass man Nagelpilz einfach unter künstlichen Nägeln oder Gel "begraben" kann, ist ein ebenso verbreitetes wie gefährliches Gerücht. Denn unter dem künstlichen Nagel kann sich die Infektion weiterhin ausbreiten und auch das nachwachsende Nagelgewebe befallen. Die Anwendung eines Anti-Pilz-Lacks muss auf den freien Nagel erfolgen. Dr. Ulbricht erklärt: "Der Wirkstoff des Antimykotikums muß durch die gesamte Nagelplatte durchpenetrieren, um in den Bereich zu kommen, wo primär die Auslöser der Pilzinfektion liegen, nämlich im Nagelbett." Werden dort die Pilzzellen nicht abgetötet, wird jedes neu gebildete Nagelmaterial der Nagelplatte wieder die Pilze in sich tragen.




