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Fuß- und Nagelpilz bei Kindern

Befallene Nagelteile müssen entfernt werden

Ein Nagelpilz kann innerlich oder äußerlich bekämpft werden. Das gefürchtete "Ziehen" eines Nagels wird heute jedoch nicht mehr empfohlen.

Sofern nicht mehr als 70% der Nagelplatte vom Pilz befallen sind, genügt eine örtliche Behandlung (Lokaltherapie) des Nagels, zum Beispiel mit einem medizinischen Nagellack. Zuvor müssen jedoch die vom Pilz befallenen und teilweise schon zerstörten Teile des Nagels durch Abfräsen und Schleifen entfernt werden. Diese Arbeiten führen meist speziell ausgebildete medizinische Fußpfleger (Podologen) aus.

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Wer eine Nagelpilz-Behandlung begonnen hat, braucht viel Geduld, denn sie kann langwierig sein. Wichtig ist außerdem, das entsprechende Präparat genau nach Vorschrift anzuwenden, um den Erfolg der Therapie nicht zu gefährden.

Nagelziehen ist nicht mehr üblich

Ärztliche Fachgesellschaften empfehlen eine chirurgische Nagelextraktion - das ist der Fachbegriff für das "Ziehen" eines Nagels - heute nicht mehr. Der Grund: Diese Prozedur ist nicht nur schmerzhaft, sondern es besteht auch die Gefahr, das Nagelbett zu verletzen und damit bleibende Nagelwachstums-Störungen zu verursachen. Außerdem verursachte solch ein Eingriff meist einige Tage Arbeitsunfähigkeit.

Nagelentfernung auf "sanfte" Weise

Eine Methode, die heute häufiger angewendet wird, ist die sogenannte atraumatische Nagelentfernung, das heißt ein Abtragen der zerstörten Nagelanteile ohne Verletzung oder Schädigung des Gewebes. Dabei werden die befallenen Nägel mit einer wirkstoffhaltigen Salbe oder Creme bestrichen und mit einem Pflaster bedeckt. Nach etwa ein bis zwei Wochen sind die erkrankten Nagelteile dann aufgeweicht und können entfernt werden. Danach jedoch unbedingt weiter behandeln, da sonst die Gefahr besteht, dass der nachwachsende gesunde Nagel erneut vom Pilz befallen wird.

Schuhe und Strümpfe desinfizieren

Sorgen Sie während und nach einer Nagelpilzbehandlung dafür, dass die gesunden Nagelteile nicht immer wieder neu infiziert werden. Als eine sinnvolle Maßnahme hat sich die Desinfektion von Schuhen und Strümpfen erwiesen. Dazu sprühen Sie die Schuhe mit einem speziellen Desinfektionsspray ein. Wäsche mit einem Vollwaschmittel bei mindestens 60°C tötet lebende Pilzerreger in den Strümpfen ab, niedrigere Temperaturen sind dagegen nicht ausreichend.


Quelle: Nach Informationen der Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft und der Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft zu Onychomykose. AWMF online, www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/
Autor: Claudia Bruhn
Stand: Jan 12, 2009


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