
Schweinegrippe-Impfung
Auch Krebspatienten sollten sich impfen lassen
In einer aktuellen Stellungnahme warnt die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) vor Panikmache bei der Impfung von Krebspatienten gegen die Schweinegrippe. Diese sei bei Tumorkranken zentraler Bestandteil von Schutzmaßnahmen gegen eine mögliche Infektion.
„Die Abwägung aller vorhandenen Daten zeigt, dass der Nutzen einer Impfung von Patienten mit bösartigen Erkrankungen das Risiko überwiegt", betont der Vorsitzende der Fachgesellschaft, Prof. Gerhard Ehninger. „Wir sehen uns auch durch die Erfahrungen der Länder gestützt, die bislang von der Grippepandemie heimgesucht worden sind. Dort wurden erhebliche Infektions- und Todesraten vor allem in dieser Risikogruppe beobachtet“, so der Experte weiter.
Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft „Infektionen in der Hämatologie und Onkologie“ (einer Fachgruppe der DGHO), Professor Maschmeyer, weist deshalb darauf hin, dass auch bei immunsuppressiv behandelten Patienten, sowohl die jährliche Grippeschutzimpfung wie auch die Immunisierung gegen die Schweinegrippe (A/H1N1) empfohlen werde. „Darüber hinaus empfehlen wir unseren Kollegen auch, die unmittelbaren Kontaktpersonen der Patienten zu einer Impfung zu motivieren, die sonst den Patienten einem höheren Risiko aussetzen“, so der Experte abschließend.








