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Neue Grippe

Risikofaktoren und Symptome

Bei den meisten Betroffenen verlief die Neue Grippe bislang mild. Einige Menschen tragen jedoch ein erhöhtes Risiko.

Aktuellen Zahlen zufolge sind weltweit bisher etwa 504 000 Menschen an der Neuen Grippe („Schweinegrippe“) erkrankt. Da nicht bei allen Infektionen ein Virusnachweis erfolgt, liegt diese Zahl möglicherweise sogar noch deutlich höher. Bei den meisten Betroffenen verlief die Neue Grippe eher mild. Den meisten Betroffenen half es bereits, wenn sie im Bett blieben, ausreichend tranken und ihre Beschwerden symptomatisch behandelten.

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Einige Menschen tragen offenbar jedoch ein erhöhtes Risiko für schwerere Verlaufsformen. Bei ihnen ist eine frühzeitige ärztliche Behandlung dringlich.

Nach Analyse der aktuellen Fallberichte und früherer Grippewellen sind hier vor allem Menschen gefährdet, die an folgenden Erkrankungen oder Einschränkungen leiden:



  • chronische Lungenerkrankungen
  • chronische Herzerkrankungen
  • chronische Lebererkrankungen
  • chronische Nierenerkrankungen
  • chronische neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Morbus Parkinson oder Querschnittslähmung
  • Immunsupprimierte (unabhängig davon, ob die Schwächung des Abwehrsystems durch eine Krankheit oder durch Medikamente ausgelöst wird)
  • Patienten mit Diabetes mellitus

Gefährdet sind ebenso:

  • Schwangere
  • Patienten, die in den letzten drei Jahren eine Behandlung mit Asthmamitteln benötigten
  • Kinder unter fünf Jahren
  • Menschen nach Vollendung des 65. Lebensjahres

Von der Neuen Grippe besonders betroffen ist Großbritannien. Kein anderer europäischer Staat hat seit dem Beginn der aktuellen Grippepandemie ähnlich hohe Fallzahlen berichtet - das gilt leider auch für die Zahl der Todesfälle. Nach Auswertung der mittlerweile vorliegenden Daten empfiehlt die dortige Gesundheitsbehörde NHS (National Health Service) Patienten, die an der Neuen Grippe erkranken und bei denen zusätzliche Risikofaktoren vorliegen, eine möglichst frühzeitige Behandlung mit antiviralen Medikamenten. Eine selbstständige Medikation mit diesen Medikamenten sollte jedoch unterbleiben. Die Gründe hierfür sind: Unter- bzw. Fehldosierungen können mehr Schaden als Nutzen anrichten und nebenbei auch noch dazu führen, dass die Grippeviren gegen diese Wirkstoffe zunehmend unempfindlich werden. Eine Situation, die alle Beteiligten vermeiden sollten.

An eine Infektion mit dem neuen Grippevirus sollten Sie denken, wenn Sie oder eines Ihrer Familienmitglieder folgende Symptome und Temperaturen von mindestens 38 Grad Celsius entwickeln:

  • plötzliches Fieber (Körpertemperatur über 38 Grad Celsius)
  • schweres Krankheitsgefühl
  • Husten

Weitere Beschwerden können sein:

Laut Angaben des deutschen Robert Koch-Institutes (RKI) wiesen allerdings etwa 20 Prozent aller bestätigten Fälle kein Fieber auf.

Besonders Risikopatienten sollten im Verdachtsfall umgehend einen Arzt konsultieren. Bei weiterbestehenden Fragen können Sie sich zusätzlich auch an folgende Informationsdienste wenden:

  • Bundesministerium für Gesundheit
    Tel. 030 3 46 046 51 00
  • Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
    Tel. 089 31 56 01 01
  • Berliner Bezirksämter
    Übersicht als Download
  • Brandenburger Gesundheitsämter
    Übersicht
  • Bremen
    Tel. 0421 36 11 44 44
  • Bremerhaven
    Tel. 040471 59 61 44 44
  • Hamburg
    Tel. 040 428 37 37 95
  • Hessen
    Übersicht
  • Mecklenburg-Vorpommern
    Übersicht als Download
  • Niedersachsen
    Tel. 0511 4 50 55 55
  • Nordrhein-Westfalen
    Tel. 01803 10 02 10 (9 c/min aus dt. Festnetz
  • Rheinland-Pfalz
    Tel. 06131 16 52 00
  • Saarland
    Tel. 0681 5 01 36 94 (allgemeine Fragen)und 0681 5 01 36 95 (Impfen)
  • Sachsen-Anhalt
    Tel. 0391 5 37 71 11
  • Schleswig-Holstein
    Tel. 0431 1 60 66 66
  • Thüringen
    Tel. 0361 37 74 30 99


Quelle: National Health Service: „Symptoms of swine flu“, URL: http://www.nhs.uk/Conditions/Pandemic-flu/Pages/Symptoms.aspx (Download vom 19.11.2009); Robert Koch-Institut: Epidemiologisches Bulletin Nr. 25 vom 22. Juni 2009, URL: www.rki.de/cln_091/nn_200120/DE/Content/Infekt/EpidBull (Download vom 05.08.09); Robert Koch-Institut: „Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Neuen Grippe“, URL: www.rki.de/cln_153/nn_200120/DE/Content/InfAZ/I/Influenza (Stand: 27.07.09)
Autor: Eduardo Ramminger
Stand: Nov 19, 2009


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