Das Wichtigste im Überblick
Gehirn und Energie – Gut zu wissen
Das Gehirn ist längst nicht abschließend erforscht und gibt der Wissenschaft immer noch Rätsel auf. Doch viele Erkenntnisse lassen sich im Alltag ganz konkret dazu nutzen, die geistige Leistungsfähigkeit zu erhalten oder sogar zu steigern. Das Wichtigste zum Thema Gehirn und Energie haben wir für Sie zusammen gefasst. Machen Sie sich fit!
Was macht unser Gehirn leistungsfähig?
Das Gehirn ist unser Hochleistungsorgan. Hier laufen alle Wahrnehmungen zusammen, werden verarbeitet, bewertet, ins Gedächtnis eingespeichert. Das Gehirn überwacht und koordiniert alle Funktionen unseres Körpers. Dafür braucht es Energie. Sie ist die grundlegendste Ressource mentaler Fitness. Je mehr wir denken, lernen, kombinieren, desto mehr Energie brauchen wir. Mit einfachen Maßnahmen können wir die Energieversorgung des Gehirns im Alltag unterstützen. Aber selbst bei bester Energieversorgung, gerät unser Gehirn an seine Leistungsgrenzen, wenn es zu lange intensiv genutzt wird. Dann entstehen unnötige Fehler, die Konzentration sinkt, Unlust und Stressgefühle kommen auf. Gönnen Sie sich während der Arbeit und gerade bei Stress öfter mal eine kleine Pause. Das bringt neue Energie.
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Wie funktioniert die Energieversorgung des Gehirns?
Der Körper produziert die benötigte Energie selbst. Mitochondrien heißen die "Kraftwerke" in den Nervenzellen, in denen mit Hilfe von Glukose (Traubenzucker) und Sauerstoff das Energiemolekül Adenosintriphosphat (ATP) synthetisiert wird. ATP kann der Körper speichern und bei Bedarf freisetzen. Bei mentalen Anforderungen brauchen wir besonders viel Energie. Die optimale Versorgung des Gehirns, speziell des Arbeitsspeichers, mit Energie ist daher die Voraussetzung für mentale Fitness.
Wie viel Energie brauchen wir, um mental fit zu sein?
Ganz einfach: je mehr, desto besser. Zwar beansprucht das Gehirn schon 20% der im Körper vorhandenen Energie für sich, doch der weitaus überwiegende Teil davon wird für die Aufrechterhaltung körperlicher Grundfunktionen (Atmung, Kreislauf, Gleichgewicht) verwendet. Und die haben oberste Priorität. Ist uns z. B. zu kalt, lässt unsere Konzentration rasch nach. Denn automatisch wird ein Großteil der Energie eingesetzt, um das Grundbedürfnis "ausreichende Wärme" zu befriedigen. Erst wenn dies geschafft ist, können wir wieder mit dem echten Denken beginnen. Damit wir wieder mehr Energie für bewusste Vorgänge haben, werden wir eine Quelle für Zugluft abstellen oder eine Tasse Tee zu uns nehmen. Dann geht es mit voller Konzentration an die eigentliche Aufgabe.
Woran lässt sich geistige Leistungsfähigkeit messen?
Zwei Basisgrößen sind entscheidend für die geistige Leistungsfähigkeit:Die Merkspanne – auch "Gegenwartsdauer" genannt – beschreibt wie lange eine Information im Arbeitsspeicher gehalten werden kann, bevor sie von anderen Sinneseindrücken verdrängt oder überschrieben wird. Bei einem Erwachsenen sind dies durchschnittlich ca. 4 – 7 Sekunden. Die Merkspanne ist ein echter "Energiefresser". Die Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit (IVG) ist die Menge an Informationen, die das Gehirn pro Zeiteinheit verarbeiten kann. Bei einem Erwachsenen sind dies bei voller Anstrengung durchschnittlich etwa zwei Bilder oder Laute in einer 15tel Sekunde.
Wie beeinflussen Ernährung und Bewegung die mentale Fitness?
Körperliche Fitness ist die Voraussetzung für mentale Fitness. Bei der Energieproduktion in den Zellen spielen Glukose und Sauerstoff eine wichtige Rolle. Glukose nehmen wir in Form von Kohlenhydraten mit der Nahrung auf (z. B. in Vollkornprodukten, Reis, Nudeln und Kartoffeln), Sauerstoff über die Atmung. Bewegung führt zu einer besseren Durchblutung und steigert so die Versorgung des Gehirns mit Nährstoffen und Sauerstoff. Außerdem liegt der Arbeitsspeicher direkt neben den Hirnarealen, die für die Koordination der Bewegungen zuständig sind und wird mit angeregt. Vollwertige, abwechslungsreiche Ernährung trägt daher ebenso wie (moderate!) Bewegung zur Funktionstüchtigkeit des Organs Gehirn und zur Energieversorgung in den Nervenzellen bei.
Bauen wir mit zunehmendem Alter geistig ab?
Entscheidend für die geistige Leistungsfähigkeit ist die Vernetzung zwischen den Nervenzellen im Gehirn. Diese neuronalen Netzwerke bleiben umso aktiver, je mehr sie gebraucht werden. Geistige Aktivität ist daher die beste Strategie für langfristige mentale Fitness. Gezielte Maßnahmen in Form von regelmäßigem mentalen Training (z.B. auf www.mental-aktiv.de) unterstützen wirksam den Erhalt bzw. die Steigerung der geistigen Fitness und Gesundheit. In Ergänzung dazu: Die körperliche Fitness ausbauen, denn eine gute körperliche Verfassung ist ein wichtiger Baustein für eine dauerhaft gute Gehirnleistung.




