
Die SOMECO-Treppe
In wenigen Stufen zur geistigen Kompetenz
Geistige Leistungsfähigkeit ist die Voraussetzung dafür, dass wir die Herausforderungen des Alltags dauerhaft meistern. In unserer Gesellschaft wird das immer wichtiger. Den Weg zur mentalen Kompetenz verdeutlicht ein anschauliches Modell.
SO-ME-CO – der Dreiklang für mentale Gesundheit
Mentale Gesundheit braucht eine breite Basis. Körperliche und geistige Fitness bilden die Grundlage für mentale Kompetenz, die es uns ermöglicht, die optimale Leistungsfähigkeit unseres Gehirns zu entfalten und dauerhaft den Anforderungen des Alltags gewachsen zu sein. Die Gesellschaft für Gehirntraining e.V. (GfG) verdeutlicht die Zusammenhänge anhand der sogenannten SOMECO-Treppe. Diese umfasst drei grundlegende Bereiche, in denen man sich fit machen kann:
SO = somatische (körperliche) Fitness
ME = mentale Fitness
CO = competency (mentale Kompetenz)
Diese Stufen bauen aufeinander auf. Zunächst gilt es, die somatischen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass das Gehirn optimal funktioniert und damit leistungsfähig ist. Das bedeutet, dass die Durchblutung stimmen muss, dass eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen vorhanden ist und dass die Nervenzellen im Gehirn genügend Energie produzieren. Dazu braucht der Körper vor allem Glukose und Sauerstoff, die wir mit der Nahrung bzw. mit der Atmung zuführen. Dann wird die mentale Fitness durch geeignete Maßnahmen und Übungen gesteigert, sprich: der Arbeitsspeicher wird auf Trab gebracht. Auf diese Weise fit gemacht, ist das Gehirn in der Lage, sich mit den täglichen mentalen Anforderungen erfolgreich auseinander zu setzen. Diesen Zustand effizienter Gehirnleistung bezeichnet man als mentale Kompetenz
Alltagstauglich und konkret - die erweiterte SOMECO-Treppe
Die einzelnen Stufen lassen sich individuell nach den eigenen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Anforderungen ausgestalten. Die GfG hat die SOMECO-Treppe praxistauglich erweitert und beispielhaft in sieben Einzelstufen unterteilt, die im Alltag umsetzbar sind. Jede Stufe stellt einen konkreten Schritt in Richtung auf das Ziel, die mentale Gesundheit, dar:
- Essen: Bis zu sechs kleinere, nährstoffreiche Mahlzeiten zu sich nehmen: Vollkornprodukte, viel Obst und Gemüse (bis zu 650g pro Tag), Reis, Nudeln als Energie-Lieferanten. Sie enthalten Kohlenhydrate, aus denen der Körper die Glukose für die Energieproduktion gewinnt. Vitamine stecken ebenfalls in Obst und Gemüse, aber auch in (magerem) Fleisch und Milchprodukten. Fett erhält die Elastizität der Zellen und gehört ebenfalls zu einer ausgewogenen Ernährung.
- Trinken: Regelmäßig und bereits bevor man Durst bekommt, mindestens zwei Liter Wasser pro Tag.
- Bewegung: Moderater Ausdauersport - keine Sorge, es geht nicht um Leistungssport - baut nicht nur Stress und Spannungen ab, sondern steigert auch die Gehirntätigkeit, Konzentration und Ausdauer. Ein Spaziergang oder z. B. während des Telefonierens herumlaufen fördert die Gehirnleistung.
- Gehirnjogging/Arbeitsspeicher-Management: Hochfahren des Arbeitsspeichers z. B. durch Mentales Aktivierungs-Training (MAT®), Entspannen durch Mentales Relaxations-Training (MRT®). Wenige Minuten reichen aus, um den Arbeitsspeicher hoch zu fahren.
- Sinnvolle Informationen: Relevantes von Irrelevantem zu unterscheiden, ist eine Dauer-Herausforderung für unser Gehirn. Bei der Vielzahl der auf uns einströmenden Informationen ist es wichtig, diejenigen zu selektieren, die für uns individuell sinnvoll und nützlich sind.
- Auswahl geeigneter Informationen: Sinnvoll und erfolgversprechend ist es, mentale Aufgabenstellungen nach unseren individuellen Fähigkeiten und Kenntnissen und aktuellen Bedürfnissen auszuwählen – nicht zu leicht, nicht zu schwer, abwechslungsreich.
- Gedächtnistechniken: Spezielle Techniken helfen, das Gehirn zu Höchstleistungen anzutreiben. Dazu gehören bestimmte Lernstrategien wie z. B. multimodales Lernen (Informationsvermittlung über mehrere Sinne – akustisch, visuell – mit unterschiedlichen Medien) oder dynamisches Lesen (Schnelllesen, Diagonal Lesen).





