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Fitness für das Gehirn

Viel hilft viel? Erst das richtige Maß fördert mentale Leistungsfähigkeit

Wer seinen Kopf gebraucht, meistert nicht nur Herausforderungen besser, sondern trainiert gleichzeitig das Gehirn. Ein Gehirn, das aktiv ist, kann bis ins hohe Alter leistungsfähig bleiben. Doch wie viel Training braucht das Gehirn? Es kommt darauf an, das richtige Maß zu finden.

Kennen Sie das: Sie kommen erholt und entspannt aus dem Urlaub zurück. Zwei Wochen Strand, Sonne und Faulenzen liegen hinter Ihnen. Und Sie stellen fest, dass es Ihnen anfangs schwer fällt, sich im Alltag wieder zu recht zu finden und die vielfältigen Anforderungen zu meistern. Es braucht eine gewisse Zeit, bis Ihnen das tägliche Pensum wieder leicht von der Hand geht und Sie das Gefühl haben, auch Ihr Gehirn ist aus dem Urlaub zurück. Ihr Eindruck täuscht Sie nicht: wird das Gehirn über einen längeren Zeitraum nicht gefordert, fährt es seine Aktivität herunter. Sinkende geistige Leistungsfähigkeit ist die Folge. Um den Alltag zu bewältigen, muss der Kopf erst wieder wach werden.

Hellwach sein und mental fit bleiben

Das beste Training für das Gehirn ist, den Kopf zu benutzen. Es will gefordert werden. Geistige Aktivität kurbelt die Nervenzellen und die Bildung neuronaler Netzwerke an. Der Grad der Vernetzung der Nervenzellen untereinander ist entscheidend für unsere geistige Fitness. Das beeinflusst nicht nur unsere Kreativität, Konzentration, Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit und Gedächtnisleistung, sondern auch die Intelligenz. Wichtig ist, dass mentale Herausforderungen den individuellen Gegebenheiten und Fähigkeiten angepasst werden. Denn nur so lassen sich Über- und Unterforderung vermeiden. Auch Maßnahmen zur Steigerung der mentalen Fitness sind daher auf die individuellen Bedürfnisse und Anforderungen abzustimmen.

Training für den Kopf

Gezielt: Mit mentalen Übungen, wie z. B. auf www.mental-aktiv.de, lässt sich der Arbeitsspeicher gezielt aktivieren. Schon zehn Minuten pro Tag helfen, die Grauen Zellen auf Trab zu bringen. Ihre persönliche Disposition bestimmt dabei die Art und den Umfang des Trainings. Für einen dauerhaften Erfolg ist es wichtig, regelmäßig zu üben.

Aktuell: In aktuellen Lern- oder Arbeitssituationen müssen wir hellwach sein. Als Einstieg und um den Arbeitsspeicher hoch zu fahren, reichen oft wenige Sekunden oder Minuten. Probieren Sie doch einmal diese Übung: Nehmen Sie sich eine Zeitung und einen Stift und kreisen Sie alle Worte ein, die mit L beginnen. Maximal 5 Minuten. Sie werden merken, schon nach dieser kurzen Übung sind Sie wach. Der Arbeitsspeicher ist aufnahmebereit. Bei allem Training: Auch Pausen gehören dazu. Bei geistigen Tätigkeiten brauchen wir nach 30 – 90 Minuten eine Entspannungsphase. Spätestens wenn sich akute Unlust einstellt, sollten Sie sich eine Auszeit gönnen. Manchmal hilft schon ein Blick aus dem Fenster. Danach – und nach einer Aufwärmübung wie oben beschrieben – sind Sie fit für die nächste Aufgabe.

Im Alltag: Der Alltag bietet vielfältige Möglichkeiten, quasi „nebenbei“ etwas für seine geistige Leistungsfähigkeit zu tun. Trainingseffekte können Sie erzielen, indem Sie z. B. Ihren Tagesablauf planen, kreativ schreiben, Informationen bewusst aufnehmen (Vortrag, Film, Museumsbesuch) oder Puzzle, Memory und Logikspiele spielen. Weniger geeignet sind Routinetätigkeiten, Medienberieselung und auch PC-Kampfspiele, da sie geistig zu wenig oder zu einseitig fordernd sind.

Und nicht zu vergessen: es lohnt sich, auch im Urlaub den Kopf „wach“ zu halten. Orientieren Sie sich dabei an den eigenen Interessen: Wie wäre es z. B. wenn Sie sich etwas näher mit der Kultur Ihres Urlaubslandes beschäftigen, die exotische Pflanzenwelt erkunden oder die Sprache lernen? Viel Spaß!


Quelle: Nach Informationen von Ärztezeitung, Gehirn&Geist, Schwabe Arzneimittel, GfG Gesellschaft für Gehirntraining e.V.
Autor: Sabine M. Kempa
Stand: Apr 20, 2009


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