Ich kann das!
Mit Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zum Ziel
Wer optimistisch und mit Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten an Aufgaben herangeht, bewältigt sie besser, denn innere Einstellung und Motivation sind wesentliche Erfolgsfaktoren. Gewonnen wird im Kopf! Dieses Motto erfolgreicher Spitzensportler gilt auch im normalen Alltag.
Wovon hängt es ab wie gut jemand einparken kann? Vom räumlichen Vorstellungsvermögen, sollte man meinen. Und dass Männer – statistisch gesehen – besser einparken als Frauen, liegt also folgerichtig an ihrem besseren räumlichen Verständnis...? Weit gefehlt! Forscher der Universität Bochum fanden heraus, dass perfektes Einparken vor allem davon abhängt, für wie gut Menschen ihre eigenen Fahrkünste halten – und da sind die Herren der Schöpfung Spitze.
Selbstwirksamkeitserwartung – der Schlüssel zum Erfolg
Selbstvertrauen und die Überzeugung, etwas schaffen zu können, haben einen wesentlichen Anteil daran, ob wir Herausforderungen erfolgreich bewältigen oder nicht. Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) lautet der Fachbegriff, der unser Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten beschreibt. Der Arbeitsspeicher, die zentrale Einheit unseres Gehirns, mit dessen Funktionsfähigkeit unsere geistige Fitness steht und fällt, steht auch hier im Mittelpunkt. Er steuert entscheidende Prozesse im Gehirn:
- Informationsmanagement:Aufnehmen, bewerten, sortieren, speichern und abrufen von Informationen und Sinneseindrücken
- Emotionsmanagement:unser Gefühlskontrollzentrum, steuert die Belastungsreaktion des Gehirns; bei Überlastung z. B. durch Angst oder Stress wird das Denken „abgeschaltet“
- Motivation/Konzentration:verbessert die Informationsverarbeitung, reguliert das Wollen und bewirkt, dass wir auch bei Störungen durchhalten und steuert das zielgerichtete Interesse
Auch mit Blick auf das Selbstvertrauen ist es sinnvoll, den Arbeitsspeicher zu trainieren.
Dabei können wir uns übrigens auf unser Belohnungssystem im Gehirn verlassen. Bei Erfolg wird vermehrt Dopamin ausgeschüttet, ein körpereigener Botenstoff, der Wahrnehmung und Gefühle positiv verändert. Das schlägt sich sowohl auf unsere Motivation, als auch auf die Suche nach geeigneten Lösungen nieder. Wir bleiben an einer Sache dran – schon dadurch steigt die Erfolgschance. Ein positiver Kreislauf beginnt: Erfolg steigert die Motivation, führt wiederum zu Erfolgt, etc. Dopamin ist entscheidend für unsere mentale Leistungsfähigkeit, denn es wird zur Bildung von Synapsen gebraucht, jenen Verbindungen zwischen den Nervenzellen, durch deren Vernetzung unser Gehirn erst leistungsfähig wird.
Das Gefühl, Bäume ausreißen zu können
Eine hohe SWE setzt Stressfreiheit voraus. Hier hilft u.a. regelmäßige Bewegung. Sie trägt zum Abbau von Stress und Ängsten bei und stärkt nicht nur den Körper, sondern auch die Psyche. Das Motivations- und Belohnungsprinzip des Gehirns wirkt auch hier: So schafft das Bewusstsein, sich mit sportlicher Aktivität etwas Gutes zu tun, eine positive Grundeinstellung. Durch die Bewegung kommt der Kreislauf in Schwung, und das Gehirn wird besser mit Sauerstoff versorgt. Dies führt dazu, dass wir uns fitter fühlen. Wer dann noch selbst gesetzte Ziele erreicht, z. B. eine Wegstrecke bis zum Ende gelaufen ist oder beim Tennis siegt, ist durch das gute Gefühl, etwas geschafft zu haben, motiviert und traut sich beim nächsten Mal schon mehr zu.
Für mentale Anforderungen gilt dies genauso. Ganz wichtig dabei: machen Sie sich Ihre Fähigkeiten bewusst und gehen Sie stress- und angstfrei an neue Aufgaben heran. Kleine Tricks helfen: Teilen Sie sich Aufgaben in bewältigbare Einheiten ein, wählen Sie ein Thema, das Ihnen Spaß macht oder stellen Sie sich vor, wie zufrieden Sie sein werden, wenn Sie das, was Sie sich vorgenommen haben, geschafft haben. Stete geistige Aktivität, mentales Aktivierungstraining (MAT®) und Interesse an verschiedenen Themen tun ein Übriges. Sie werden sehen – der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten. Ganz nach dem Motto erfolgreicher Spitzensportler: Gewonnen wird im Kopf!




