Amalgam, Kunststoff, Keramik - nicht alles ist für jeden gut

So bleiben die Zähne gesund und schön

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Mindestens jeden Morgen und jeden Abend: Regelmäßiges Zähneputzen ist ein Muss für gesunde Zähne
Thinkstock,

Schöne Zähne bis ins Alter sind selten. Meist nagen Kariesbakterien schon viel früher Löcher in Zähne und Beläge, das Zahnfleisch schwindet, die Zähne lockern sich. Doch es gibt eine ganze Reihe von Maßnahmen, die diese Entwicklung stoppen oder sogar verhindern können.

In erster Linie sollten die Zähne natürlich sorgfältig und regelmäßig mit Zahnbürste, Zahnseide und Interdentalbürste gereinigt werden. Ab 30 Jahren ist zusätzlich die professionelle Zahnreinigung durch eine spezielle Hygienikerin in der Zahnarztpraxis sinnvoll (Kosten je nach Aufwand rund 70 Euro). Regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt runden das Vorsorgeprogramm ab. So werden Risiken so früh wie möglich erkannt und gebannt.

Der Zahnfeind Nummer eins heißt Karies

Kommt es doch zu Problemen, ist es meistens Zahnfäule (Karies). Der Bohrer oder – weniger belastend – ein chemisches Gel entfernen die schadhafte Stelle schnell. Dann stellt sich die Frage, mit welchem Material das Loch wieder gefüllt werden soll: Amalgam, Kunststoff, Keramik oder Gold? Je nach Ausmaß und Stelle des Zahnschadens eignet sich der eine Werkstoff besser, der andere weniger gut. Zwar kam Amalgam zeitweise in Verruf. Die extrem belastbare, graue Legierung aus Quecksilber, Silber, Zinn und Zink soll Allergien, Hautausschlag und Kopfschmerzen auslösen.

Amalgam wird von den Kassen übernommen

Dazu gibt es widersprüchliche Studien - einige deuten auf ein Gesundheitsrisiko durch Amalgam hin, andere widerlegen das. Deshalb raten Ärzte Schwangeren und Patienten mit Nierenproblemen von Amalgam ab. Auch bei Kindern sollte man die Verwendung sorgfältig abwägen. Allerdings ist dieser Zahnfüllstoff der einzige, der von den Kassen vollständig übernommen wird. Dazu zahlen muss der Patienten dagegen bei Kunststoff (Komposite). Die Kassen übernehmen dafür nur die Kosten, die eine Amalgamfüllung verursachen würde. Für den Patienten bleiben rund 50 Euro Eigenanteil.

Der Vorteil von Kunststoff- Füllungen: Sie können perfekt auf die Farbe der Zähne abgestimmt werden. Gut verarbeitet unterscheiden sie sich kaum von dem natürlichen Gebiss. Deshalb werden Kunststoffe gerne im vorderen Zahnbereich eingesetzt. Die Substanz hat aber zwei Nachteile: Die Verarbeitung ist aufwändig, weil das weiche Material schichtweise eingelegt und ausgehärtet wird. Außerdem halten diese Füllungen nicht so lange wie Amalgam.

Spezialkleber für die Keramikfüllung in den Zähnen

Um High-Tech-Porzellan, das besonders bruchsicher und belastbar ist, handelt es sich bei Keramikfüllungen. Super auch für große Zahnschäden, sehr gut verträglich - aber sie werden von den Kassen nicht gezahlt (Eigenanteil: rund 400 Euro pro Zahn). Mit 3-D-Technik wird der Zahnschaden ausgemessen, die passende Keramikfüllung angefertigt und mit Spezialkleber eingesetzt.

Auf die gleiche Weise werden Goldfüllungen verarbeitet. Allerdings benutzt der Zahnarzt kein reines Gold. Das wäre viel zu weich. Eine Legierung aus Dreiviertel Gold und einem Viertel Kupfer, Silber oder Platin eignet sich besser. Diese Füllungen sind besonders langlebig - 15 Jahre und mehr - sowie gut verträglich. Wegen der Farbe werden Goldfüllungen jedoch nur im Seitenzahnbereich verwendet. Auch in diesem Fall übernehmen die Kassen nur die Kosten einer Amalgam Füllung, etwa 250 Euro Eigenanteil pro Zahn.

Hier geht es zum Selbsttest Parodontitis: Wie gesund ist mein Zahnfleisch?

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 21. September 2012
Durch: Andreas Gill / Lifeline
Quellen: Gong Verlag

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