Zyklus der Frau

Der Zyklus der Frau - was geschieht im Körper?

Weibliche Sexualhormone bereiten den Körper etwa 500 Mal im Leben auf eine Schwangerschaft vor

Einmal im Monat reift im Körper jeder fruchtbaren Frau eine Eizelle heran. Etwa 14 Tage nach dem ersten Tag der Regelblutung findet der Eisprung statt: Das Ei löst sich aus einem der beiden Eierstöcke und wandert durch den Eileiter in die Gebärmutter.

Zyklus
Der Zyklus einer Frau dauert im Durchschnitt 28 Tage.
(c) Getty Images/Eyecandy Images RF

Die Eizelle ist etwa einen Tag lang befruchtungsfähig. Die fruchtbare Zeit muss jedoch insgesamt auf neun bis zehn Tage veranschlagt werden, da der Eisprung nicht immer pünktlich erfolgt und männliche Spermien vier Tage im Körper der Frau überleben können. Wird das Ei nicht befruchtet, werden die Eizelle und die für eine Schwangerschaft vorbereitete Gebärmutterschleimhaut bei der vier bis fünf Tage andauernden Monatsblutung ausgestoßen. Der erste Tag der Blutung gilt als Beginn des Zyklus. Im Durchschnitt dauert der Zyklus 28 Tage. Stress, körperliche und seelische Belastungen oder Reisen können zu Schwankungen führen.

Die weiblichen Sexualhormone

Der Zyklus wird durch Hormone gesteuert, die sich gegenseitig beeinflussen. Im Gehirn produziert die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) die Hormone FSH (follikelstimulierendes Hormon) und LH (luteinisierendes Hormon). FSH fördert die Reifung der Eizellen und LH löst den Eisprung aus. Die Eierstöcke produzieren ihrerseits Östrogen und Progesteron, welche die Eireifung fördern und die Gebärmutter der Frau auf die Aufnahme einer befruchteten Eizelle vorbereiten. Progesteron ist außerdem für die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft zuständig.

Die Hormone steuern den Zyklus

In der ersten Zyklusphase, in der die Eireifung und die Vorbereitung für die Aufnahme einer befruchteten Eizelle in der Gebärmutter stattfinden, fördert FSH die Östrogen-Freisetzung, welches wiederum die FSH- und LH-Produktion steigert. Am LH-Maximum wird der Eisprung ausgelöst. Im nun folgenden zweiten Zyklusabschnitt, in dem die Gebärmutterschleimhaut wieder abgebaut wird, wirken hohe Konzentrationen von Östrogen und Progesteron zusammen hemmend auf die Produktion von FSH und LH. Dadurch sinkt der Östrogen- und Progesteronspiegel ab, was nach heutigen Kenntnissen wahrscheinlich die Blutung auslöst.

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Letzte Aktualisierung: 03. Juni 2008

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