Empfehlungen der Deutschen Herzstiftung
Checkliste für Bluthochdruck-Patienten
30 bis 40 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland haben einen hohen Blutdruck. Was kann man im Alltag tun, um den Blutdruck zu senken und Folgeschäden zu verhindern?
Zum Thema Bluthochdruck geben Experten der Deutschen Herzstiftung folgende Empfehlungen:
- Wichtig ist ein gesunder Lebensstil, zum Beispiel regelmäßige Ausdauerbelastung (flottes Gehen, Radfahren, Joggen, Schwimmen) möglichst fünfmal pro Woche je 30 Minuten und die Normalisierung des Körpergewichts, gesunde Ernährung, sparsamer Kochsalzverbrauch, Einschränkung des Alkoholkonsums, Verzicht auf Rauchen.
- Wenn Sie Blutdruckmedikamente einnehmen müssen, dann ermöglicht der gesunde Lebensstil, dass Sie mit weniger Medikamenten oder einer geringeren Dosis Ihrer Medikamente auskommen. Automatisch verringern sich dadurch die Nebenwirkungen.
- Kontrollieren Sie Ihren Blutdruck nach Möglichkeit in regelmäßigen Abständen selbst und halten Sie die gemessenen Werte schriftlich fest (zum Beispiel in einem Blutdruck-Pass).
- Auch wenn der Blutdruck gut eingestellt ist und Sie sich wohlfühlen, sind regelmäßige Kontrollen beim Arzt, zum Beispiel in sechsmonatigen Abständen, nötig.
- Wenn Sie ACE-Hemmer, Sartane oder Diuretika nehmen, müssen die Nierenfunktion und der Kaliumspiegel regelmäßig überprüft werden: vor Beginn der Therapie, vier Wochen danach, nach drei Monaten und dann in halbjährlichen Abständen.
- Nehmen Sie die Medikamente so ein, wie sie der Arzt verordnet.
- Ändern Sie die Dosierung und die Einnahmehäufigkeit der verordneten Medikamente nie auf eigene Faust. Das kann gefährlich werden.
- Günstig ist eine Medikamentenbox, die Sie stets sichtbar vor Augen haben, damit Sie die Einnahme nicht vergessen.
- Falls Sie das Gefühl haben, dass die Medikamente unangenehme Nebenwirkungen auslösen, brechen Sie die Therapie nicht ab, sondern sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Er wird die Therapie so ändern, dass sie besser verträglich ist.
- Wenn Ihr Blutdruck durch die Therapie nicht ausreichend gesenkt wird, sprechen Sie Ihren Arzt an und gehen Sie den folgenden Fragen nach:
- Haben Sie die Einnahme von Medikamenten vergessen?
- Lebensstilfaktoren? Zu viel Salz, zu viel Alkohol? Zu wenig Bewegung, Gewichtszunahme?
- Haben Sie Medikamente eingenommen, die den Blutdruck erhöhen?
- Rheuma-/Schmerzmittel wie Diclofenac, Ibuprofen, Naproxen, Verhütungsmittel (Pille), Cortison?
- Sind andere Erkrankungen die Ursache für den Bluthochdruck (sekundäre Hypertonie)? Zum Beispiel: Schlafapnoe (Schnarchen mit längeren Atempausen und Tagesmüdigkeit), Nierenerkrankungen, Aortenisthmusstenose (Verengung der Aorta), erhöhte Hormonproduktion (Aldosteron, Adrenalin, Noradrenalin, Schilddrüsenhormone, Cortison)?
Die Empfehlungen sind ein Auszug aus der neuen Broschüre der Deutschen Herzstiftung „Bluthochdruck heute – Lebensstil, Medikamente, neue Verfahren“.
Sie informiert auf 88 Seiten laienverständlich über den heutigen Stand der Medizin, Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten bei Bluthochdruck. Der Ratgeber ist gegen 3 EUR in Briefmarken erhältlich bei:
Deutsche Herzstiftung e.V.
Vogtstr. 50
60322 Frankfurt
info@herzstiftung.de
Deutsche Herzstiftung
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