Sommersmog und Asthma

US-Forscher untersuchen die Wirkung von Ozon auf Atemwege

Mit Einzug des Frühlings steigt das Risiko für erhöhte Ozonwerte. Insbesondere Menschen mit Asthma reagieren hierauf oft mit Atembeschwerden. US-Forscher klären die Ursachen und entwickeln Therapieansätze.

US-Forscher untersuchen die Wirkung von Ozon auf Atemwege
Auf erhöhte Ozonwerte reagieren insbesondere Menschen mit Asthma oft mit Atembeschwerden.
Getty Images/iStockphoto

"Nach unseren Ergebnissen löst nicht Ozon selbst die Atembeschwerden aus, sondern die Art und Weise, wie die Lunge auf Ozon reagiert", erklärt Dr. Stavros Garantziotis vom US-amerikanischen National Institute of Environmental Health Sciences (NIEHS), der die Studie zum Zusammenhang zwischen Ozonbelastung und Atemwegsirritationen geleitet hat. "Tiere reagieren auf Ozonbelastung mit der Produktion und Ausschüttung eines bestimmten Zuckers - genannt Hyaluronan - in großen Mengen", fügt ein weiterer Studienautor, Dr. John Hollingsworth vom Duke University Medical Center in Durham, North Carolina, USA, hinzu. Nach seinen Angaben ist Hyaluronan direkt verantwortlich für die Verengung und Irritation der Atemwege, die bei Menschen vermutlich zum Auftreten von Asthma-Symptomen wie Husten und Atemnot beitragen.

Auf den neuen Erkenntnissen basierend, untersuchten die Forscher auch mögliche Therapieansätze. So haben sie eine Reihe von Eiweißen identifiziert, die den Hyaluronan-Effekt mindern können. Zudem waren sie in der Lage, die Reaktion der Atemwege auf Ozon zu unterdrücken, indem sie das natürliche Hyaluronan durch Bindung entfernten oder ein leicht verändertes Hyaluronan verabreichten.

"Wir benötigen zwar weitere Forschung, um diese Ergebnisse auf den Menschen übertragen zu können, doch wir sind optimistisch, dass Patienten von den neuen Therapieansätzen künftig profitieren können", hebt Hollingsworth hervor.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 03. Oktober 2011
Quellen: Nach Informationen der Fachzeitschrift "Journal of Biological Chemistry", Januar 2009, und der National Institutes of Health, USA, Februar 2009

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