Süßes Hustenmittel

Schokolade lindert Husten besser als Medizin

Frau isst Schokolade
Eine Tafel Schokolade pro Tag essen: gut gegen Husten, schlecht für die Figur.
Getty Images/Fuse

Ein natürlicher Inhaltsstoff von Bitterschokolade hilft mehr als der Hustenstopper Codein. Das haben britische Forscher festgestellt. Allerdings hält die Wirkung nur bei denjenigen an, die täglich Schokolade essen – und das könnte Nebenwirkungen beschweren, wie etwa zu viel Kilos auf der Waage.

Ein Hustenmittel mit Genussfaktor: dunkle Schokolade. Das behaupten britische Wissenschaftler. Im Auftrag des National Heart and Lung Institutes führten sie an 13 Kliniken eine Studie mit 300 Patienten durch. Alle hatten Bronchialprobleme, die mit starkem akutem oder chronischem Husten einhergingen.

Wirkt besser als Codein

Zwei Wochen lang erhielten die Probanden täglich den natürlichen Kakaoinhaltsstoff Theobromin, und zwar ein Gramm. Theobromin ist ein Alkaloid, das Muskeln entspannt, Gefäße erweitert und Nerven stimuliert. Rund 60 Prozent der Patienten berichteten, dass die Hustenanfälle merklich gelindert waren. Studienleiter Alyn Morice spricht sogar von einer „sehr effektiven Wirkung“. Er und sein Team sind davon überzeugt, dass Theobromin sogar wirksamer ist als der gängige Hustenstopper Codein und dabei weniger Nebenwirkungen hat. Codein gehört zu den Opiaten. Die Substanz unterdrückt den Hustenreiz, ist allerdings rezeptpflichtig und kann süchtig machen.

Eine Tafel Schokolade pro Tag

Die Wissenschaftler empfehlen, bei Husten täglich eine Tafel möglichst bittere Schokolade zu konsumieren. Je dunkler sie ist, desto mehr Theobromin enthält sie. Halbbittere Schokolade liefert rund 150mg pro Tafel und Milchschokolade nur 60mg. Allerdings hat auch die Schokoladentherapie Nebenwirkungen: Mit 500 Kilokalorien pro Tafel ist Bitterschokolade fast so gehaltvoll wie eine Mahlzeit, enthält außerdem viel Zucker und Fett.

Kein Übergewicht riskieren

Wer also seinen Husten mit Schokolade bekämpfen möchte riskiert, dass er zunimmt, oder er verzichtet dafür auf sein Abendessen und treibt ausreichend Sport. Denn die Behandlung sollte – anders als in der Studie – länger als zwei Wochen dauern.

Tipps gegen Husten
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    Die Raumluft feucht halten!

    Um die Schleimhäute nicht zusätzlich zu belasten, sollten Sie bei Husten oder Pseudokrupp darauf achten, die Raumluft feucht zu halten. Probieren Sie es mit einem Wäscheständer mit feuchten Handtüchern im Zimmer. Alternativ können Sie auch ein feuchtes Tuch über den Heizkörper legen.

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    Viel trinken!

    Um die Durchblutung der Schleimhäute von Rachen und den Bronchien auf Trab zu bringen, ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gerade bei Husten wichtig. Ideal sind Kräutertees, die auch den Schleim verflüssigen und das Abhusten erleichtern. Versuchen Sie es doch mal mit einem Fenchel- oder Thymian-Tee.

    (c) Robert Ivanov

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    Stop Smoking!

    Es scheint selbstverständlich, aber dennoch sei es der Vollständigkeit halber erwähnt: Auf das Rauchen sollten Sie bei Husten auf jeden Fall verzichten. Denn die Bronchialschleimhaut ist ohnehin schon gereizt genug – Nikotin ist jetzt also denkbar ungeeignet - auch für im Raum befindliche Kinder.

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Autor: Lifeline / Monika Preuk
Letzte Aktualisierung: 11. Dezember 2012
Quellen: Quelle: Vortrag auf dem British Thoracic Society's winter meeting in London

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